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24.02.2012

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Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Argumente für die Büchereiarbeit (6-10)

6. Die Bücherei - mehr als nur Bücher

Manche sehen die Notwendigkeit einer Bücherei durchaus ein, können aber nicht verstehen, warum die Katholische öffentliche Bücherei neben Büchern auch andere Medien anbieten soll. Ohne Zweifel gilt: Das Buch ist das zentrale Medium in der Bücherei und wird es auch in Zukunft bleiben. Es gibt viele gute Gründe, das Lesen und die Verbreitung von Büchern besonders zu fördern.

Dennoch gehören auch andere Medien in die Bücherei: Wie ein Kunstwerk entsteht oder wie man tanzen lernt, wird durch einen Videofilm viel anschaulicher vermittelt als durch einen schriftlichen Text. Hörbücher machen Literatur besonders für ältere und sehbehinderte Menschen zugänglich. Andere Medien dienen der Meditation und der Katechese, und Gesellschaftsspiele führen Jung und Alt und die Familie zusammen. Und bei den CD-Roms können Eltern sicher sein, dass ihre Kinder nur sorgfältig geprüfte Spiele erhalten.

Bei Unterhaltungsmusik und bei Spielfilmen kann es sinnvoll sein, ein qualitativ gutes Angebot bereitzuhalten und den verantworteten Umgang mit diesen Medien zu fördern. So kann der Benutzer sein eigenes, selbstgewähltes Programm gestalten. 

7. Die Bücherei - Partner für die Gemeindearbeit

Die Katholische öffentliche Bücherei unterstützt die praktische Gemeindearbeit, in dem sie die dafür notwendigen Bücher und anderen Medien sammelt und ausleiht. Dafür gibt es viele Beispiele:

  • Hier finden Bibelkreise und Meditationsgruppen, Eltern- und Familienkreise, Ausschüsse des Pfarrgemeinderats und Gesprächsgruppen Anregungen und Hilfen
  • Eltern und alle, die eine Taufe vorbereiten oder junge Menschen zur Erstkommunion und zur Firmung führen, erhalten die geeignete Literatur.
  • Als Partner für die Jugendarbeit bietet die Bücherei Vorschläge für die Gestaltung von Jugendgottesdiensten. Ideen für Bastelstunden oder spannende Geschichten zum Vorlesen. Sie gibt den Verantwortlichen Tipps und Anleitungen. Hier kann man die Bücherkiste zusammenstellen, damit es im Ferienlager nicht langweilig wird.
  • Praktische Hilfen zur Vorbereitung sorgen dafür, dass das Kindergarten­ und Pfarrfest zu einem Erfolg wird und Spaß macht.

An zentraler Stelle in der Gemeinde gesammelt, bleiben die Medien für alle verfügbar. 

8. Die Bücherei - Hilfe in Lebenskrisen

Krank sein und nicht raus dürfen. Oder gar im Krankenhaus liegen, Zeit haben und sich abgestellt fühlen. Nach einem Schicksalsschlag nicht mehr weiterwissen. Mit eigenem Versagen nicht fertig werden. Solche Situationen führen nicht selten zu einer Lebenskrise. Man sucht nach einem Weg, fragt um einen Rat, will sich neu orientieren. Bücher helfen hier weiter:

  • Indem sie auf andere Gedanken brin­gen und beitragen, die Zeit sinnvoll zu gestalten.
  • Indem sie Lebenskrisen durchleuchten. Mut machen und mögliche Auswege aufzeigen.

Die Katholische öffentliche Bücherei fühlt sich in ihrer Arbeit Menschen in Lebenskrisen besonders verpflichtet. 

9. Die Bücherei - Nahtstelle zur Kultur unserer Zeit 

Wir brauchen heute eine Kultur, die frei ist von Zwängen der Nützlichkeit, der Leistung um jeden Preis oder der Abhängigkeit von kommerziellen Interessen. Einschaltquoten und Massenauflagen.

Dieser Wunsch darf nicht eine bloße Forderung an andere bleiben. Mit ihrer Bücherei kann die Kirchengemeinde Nahtstellen zur ganzen Fülle der Kultur unserer Zeit schaffen: durch Aktivitäten “rund um das Buch”, durch Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, Initiativen zur Leseförderung, Literaturgesprächskreise, Buchvorstellungen und thematische Ausstellungen, die an das Gemeindeleben anknüpfen. Und auch für den einzelnen eröffnet der Büchereibestand eine Vielzahl von Einblicken und Ausblicken auf das kulturelle Leben der Zeit. So kann jeder sein persönliches “Programm” gestalten.

Wenn die Gemeinde unnötige Berührungsängste meidet, wird ihre Bücherei zu einem wichtigen Stück “Alltagskultur” in der Kirche und zugleich zu jenem geforderten Beitrag der Kirche zur menschlichen Gesamtkultur. 

10. Die Bücherei - ein Stück Chancengleichheit

Alle Dienste der Bücherei entspringen der Sorge um den Menschen und um ein menschenwürdiges Leben. Keiner soll von dieser Sorge ausgenommen sein, keiner soll dabei übersehen werden. So wie es keine “geschlossene Gemeinde” geben darf, so darf die Bücherei nicht versuchen, eine “geschlossene” Lesergemeinde oder Büchereigemeinde zu schaffen. So wie die Gemeinde “Gemeinde für alle” ist, so muß die Bücherei “Bücherei für alle” werden.

Auch wenn viele von sich aus Büchereien nutzen, so gibt es doch andere, die dazu nicht motiviert sind oder durch konkrete Schwierigkeiten daran gehindert werden.

Beispiele dafür:

  • Viele Kinder und Jugendliche fin­den auch heute in ihrer häuslichen Umgebung nicht die Literatur, die ihren Interessen entspricht und die für ihre geistige Entwicklung und seelische Reifung vorteilhaft ist.
  • Weniger mobile Gemeindemitglieder, z. B. Senioren, Kleinkinder und junge Mütter, sind unbedingt auf ein wohnortnahes Büchereiangebot angewiesen.

Gerade der überschaubare Lebensraum unserer kirchlichen Gemeinden erlaubt es, tatsächlich auf alle zuzugehen, für die die Dienste der Bücherei besonders wichtig sind.

Es reicht also nicht aus

  • darauf zu setzen, dass jeder schon seine Leseinteressen im nächsten Kaufhaus befriedigt
  • mit bloßen Apellen das private Lesen anzuregen
  • sich mit dem Vorhandensein anderer Büchereien zufrieden geben

Viel wird deutlich, dass die eigene Bücherei für die Gemeinde einen Gewinn bedeutet.

Argumente für die Büchereiarbeit

10 Argumente für den Betrieb und Einsatz in einer Katholischen öffentlichen Bücherei [mehr]

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