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Vermittelt werden Praxiskonzepte zu den nominierten Titeln des Deutschen Jugendliteraturpreises 2013. Im Rahmen von Workshops zu Bilderbuch, Kinderbuch und Jugendbuch (Sachbücher sind ebenfalls integriert) können kreative Vermittlungsmethoden kennengelernt und erprobt werden. Anmeldeseite [mehr]
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“Das ist Helli.” So harmlos dieser Satz auch daher kommt, die betrachtenden Kinder werden auf der ersten Doppelseite gleich zu Stellungnahmen oder Fragen herausgefordert: Helli wird als wild auf dem Sessel hüpfendes Kind gezeigt, bei dessen Aktion Kakaotasse und Lampe umstürzen und sogar das Stofftier flieht. Und daneben die zum “Foto” brav aufgereihte Familie: “Und das ist Hellis Familie.” Einen größeren Gegensatz kann man sich kaum denken, die Konflikte sind vorprogrammiert. Denn Helli ist überzeugt: “... alles ist in Ordnung, genauso wie es ist.” Aber schon wird ihre Ordnung durcheinander gebracht: Die Eltern verkünden, dass Helli ein Geschwisterchen bekommt. Und Helli bekommt solch einen Schreck, dass ihr die Haare zu Berge stehen. Ihre schreckerfüllten Augen und die hoch gestellten Haare stehen in einem solchen Kontrast zu den zufrieden und verliebt dreinblickenden Eltern, dass die Spannung für jedes Kind quasi fühlbar ist. Von nun an beobachtet Helli ihre Mutter auf Schritt und Tritt, meist begleitet von dem mit ihr solidarisch wirkenden Kater. Sie stellt Vermutungen darüber an, dass so ein Baby wahrscheinlich nur Unsinn macht und zu nichts nütze ist. Die Bilder illustrieren dabei sehr aussagekräftig und auf witzige, karikierende Art und Weise den Text. Als das Baby geboren ist (“Ein kleiner Opi!”)werden allerdings all ihre Befürchtungen nicht wahr, sondern sie fühlt sich als große Schwester, die den Bruder beschützen will - und wie man Helli kennen gelernt hat, glaubt man ihr das sofort. Dieses Buch zeigt einmal mehr, dass der karikierende Stil große Gefühle transportieren kann. Es wird den Vorlesenden großen Spaß machen und den Zuhörenden ermöglichen, sich mit den eigenen Gefühlen auseinander zu setzen. Mit Begeisterung empfohlen für alle Büchereien.
Ulrike Erb-May