Ivy & Abe

Ivy und Abe begegnen sich in unterschiedlichen Universen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in ihrem Leben. 2026, Ivy ist bereits 70, begegnen sie sich in einem Park, verlieben sich und heiraten. Ein anderes Mal in einem anderen Universum Ivy & Abe haben sie eine Affäre miteinander. So geht der Roman bis in die Kindheit zurück, wo sich Ivy und Abe in einem Sommerurlaub kennengelernt haben. Von Episode zu Episode erfahren die Leser/innen mehr über die beiden Hauptfiguren, was sie geprägt hat, wie sie denken, was ihnen wichtig ist. - Gibt es den einen Richtigen und den richtigen Zeitpunkt, sich zu verlieben? Elizabeth Enfield nähert sich diesen Fragen, indem sie ihren Roman nach der sog. Mehr-Welten-Theorie aufbaut, nach der viele Universen parallel nebeneinander existieren; in manchen existieren Doppelgänger von uns, die parallel ein anderes Leben führen. Die Beziehung zwischen Ivy und Abe über die Grenzen dieser Universen hinaus gestaltet Enfield in Analogie zur Quantenphysik, nach der zwei Teilchen sehr eng miteinander verbunden sein können, auch wenn sie räumlich getrennt sind. Ivy und Abe sind sich ihr Leben lang sehr nah und tragen etwas vom anderen in sich. Natürlich ist die Vorstellung, dass es den einen Richtigen gibt, sehr romantisch, jedoch geht der Roman davon aus, dass der Zeitpunkt einen großen Einfluss auf die Liebe hat. Am Ende des Romans wird klar, dass "Glücklich bis ans Ende aller Tage" eine Traumvorstellung ist, denn Liebeskummer und Ängste gehören auch mit dazu. Ein lebensnaher, romantischer Liebesroman. Für alle Bestände zu empfehlen. (Übers.: Babette Schröder)

Cornelia Braun

Cornelia Braun

rezensiert für den Borromäusverein.

Ivy & Abe

Ivy & Abe

Elizabeth Enfield
Diana (2017)

442 S.
fest geb.

MedienNr.: 589987
ISBN 978-3-453-29189-8
9783453291898
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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