Dinge bei Licht

Alexander, Mittdreißiger, Journalist und Schriftsteller, nimmt teil an einem Workshop für Journalisten aus ganz Europa in einem kleinen Ort in Polen. Dort macht er sich Gedanken über das Schreiben, über die Realität in der Fiktion, Dinge bei Licht über die Frage, warum und wie das Zusammenfügen bestimmter Wörter einen Menschen berühren können, und wie ein Schriftsteller sein muss. Er ist ein sympathischer Typ, unverbindlich, der sich treiben lässt, distanziert ist, verschiedene lockere Affären hat und feste Bindungen scheut. Seine Lebenspartnerin Martha besucht ihn und hat einen Reitunfall. Er lässt sie allein nach Deutschland zurückfahren, beginnt aber, über ihre Beziehung nachzudenken, hat plötzlich Angst, dass Martha "sich aus seinem Leben stiehlt". Er kann nicht mehr ausweichen und muss nun "die Dinge auch mal bei Licht" sehen. Reflexionen, Beobachtungen und Erinnerungen wechseln sich ab in dieser melancholischen Erzählung über die Befindlichkeiten und Unverbindlichkeiten der Generation der Mittdreißiger. Psychologisch interessierten Lesern empfohlen.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Dinge bei Licht

Dinge bei Licht

Tobias Hülswitt
Kiepenheuer & Witsch (2008)

KiWi ; 1078
151 S.
kt.

MedienNr.: 559889
ISBN 978-3-462-04061-6
9783462040616
ca. 8,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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