Dunkle Wasser

John Harper wurde von seinem Beruf als Risikobewerter für Konzerne und Regierungen beurlaubt. Nachdem er beruflich einen großen Fehler gemacht hat, wartet er auf einer indonesischen Insel auf Anweisungen, wie es mit ihm weitergehen Dunkle Wasser soll. Die Erfahrungen, die er selbst in seiner Firma gemacht hat, führen dazu, dass er nicht nur Angst vor einer Kündigung hat. Jetzt, da er keinen Wert mehr für seinen Arbeitgeber hat, glaubt er zu wissen, dass seine Ermordung unmittelbar bevorsteht. Über mehrere Jahrzehnte und verschiedene Phasen seines Lebens begleitet der Leser John Harper und erfährt so, wie es zu seiner verfahrenen Lebenssituation gekommen ist. Man erhält einen Einblick in die US-Bürgerrechtsbewegung und den Kalten Krieg. Im Vordergrund steht aber Indonesien, das durch die Massaker 1965 und die folgende Militärdiktatur geprägt ist. Beispielhaft wird gezeigt wie sich solche Erfahrungen auf den Menschen und sein Handeln auswirken. - "Dunkle Wasser" spricht an vielen Stellen unangenehme Wahrheiten an und fordert dadurch zum Nachdenken und zur Selbstreflexion auf. In Kombination mit den eingebauten Spionage-Aspekten und einer einfühlsam erzählten Liebesgeschichte ist der Roman sehr zu empfehlen. (Übers.: Astrid Arz)

Hannah Vogel

Hannah Vogel

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Dunkle Wasser

Dunkle Wasser

Louise Doughty
Bertelsmann (2017)

383 S.
fest geb.

MedienNr.: 862092
ISBN 978-3-570-10299-2
9783570102992
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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