Ostfriesenblut

Als die mit reichlich persönlichen Problemen gebeutelte Kommissarin Ann Kathrin Klaasen von einer Radtour nach Hause kommt, findet sie eine Leiche vor der Haustür. Was von ihren Kollegen zunächst nur als Mutprobe oder schlechter Ostfriesenblut Scherz abgetan wird, ist doch blutiger Ernst: Bei der Frau handelt es sich um eine alte Dame, die an Herzversagen gestorben sein soll, aber deutliche Fesselspuren an Händen und Füßen aufweist. Während Klaasen noch im Umfeld der Frau ermittelt, erhält sie makabre Hinweise auf ein weiteres Opfer. Auf der Suche nach einem Zusammenhang zwischen den beiden Fällen kommt sie durch ein Buch über 'Schwarze Pädagogik' einem Erziehungsheim auf die Spur. Ist dort die Ursache des ganzen Übels zu finden? - Ostfriesenblut ist der zweite Fall um die ostfriesische Kommissarin Klaasen und Klaus-Peter Wolf packt mit diesem Roman ein noch immer heißes Eisen an. Bedenkt man, dass in der BRD erst 1978 das Züchtigungsrecht an Schulen abgeschafft wurde, fragt sich der Leser mehr als einmal, wer hier Opfer und wer Täter ist. Überzeugend und fesselnd geschrieben, sei dieser Roman allen Büchereien gerne empfohlen.

Jutta Weber

Jutta Weber

rezensiert für den Borromäusverein.

Ostfriesenblut

Ostfriesenblut

Klaus-Peter Wolf
Fischer-Taschenbuch-Verl. (2008)

Fischer ; 16668
327 S.
kt.

MedienNr.: 559076
ISBN 978-3-596-16668-8
9783596166688
ca. 10,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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