Eine Handvoll Karten

Nur eine Handvoll Karten sind von Leny zurückgeblieben und Erinnerungen früherer Schulfreunde an das begabte, lebensfrohe Mädchen und ihre jüngere Schwester. Das Postkartenalbum war den Großeltern der Autorin anvertraut worden, Eine Handvoll Karten bevor die jüdische Familie deportiert wurde. Es gab den Anstoß, mehr über das Leben der Goldsteins herauszufinden und sich auszumalen, wie Leny und Carry aufwuchsen. Entstanden ist ein bewegendes, tagebuchartig gestaltetes Erinnerungsbuch, das den Lebensweg der beiden Kinder, ihrer Eltern und Verwandten nachzeichnet. Leny und Carry werden behütet in einer liebevollen bürgerlichen Familie groß. Sie sind wissbegierige Schülerinnen, und besonders Leny erweist sich als begabte Klavierspielerin. Sie sind sorglos und beliebt, reisen im Sommer ans Meer und haben viele Freundinnen, bis die Deutschen Holland besetzen. Schritt für Schritt werden auch hier die Juden gedemütigt, entrechtet und ihres Besitzes beraubt. Schließlich wird zunächst der Vater, dann die Mutter mit den beiden Töchtern deportiert. Alle finden in Auschwitz den Tod. Junge Leser erfahren am Schicksal der beiden Mädchen, wie unvorstellbar grausam und leidvoll es war, was Leny und Carry widerfuhr, die doch bis zum Schluss ihre Hoffnung bewahrten. - Für alle Büchereien.

Lotte Husung

Lotte Husung

rezensiert für den Borromäusverein.

Eine Handvoll Karten

Eine Handvoll Karten

Rachel van Kooij
Jungbrunnen (2010)

270 S.
fest geb.

MedienNr.: 328088
ISBN 978-3-7026-5817-5
9783702658175
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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