Die letzten Tage der Nacht

New York, 1888. Der als Genie geltende Thomas A. Edison, der nun die amerikanischen Haushalte an das neue Stromnetz anschließen will, ist in aller Munde. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg: sein Konkurrent, der Die letzten Tage der Nacht ebenfalls berühmte Industrielle George Westinghouse. Dieser hält sich ebenfalls für den Erfinder der Glühbirne und der größte Patentstreit der USA entbrennt. Westinghouse engagiert den jungen Patentanwalt Paul Cravath. Schnell wird klar, dass es bei dem juristischen Kampf vor allem um Macht, Geld und die Vormachtstellung im industriellen und wirtschaftlichen Bereich in den USA geht. Doch plötzlich geht es nicht mehr nur um die Erfindung der Glühbirne, sondern es geht vor allem darum, welches der richtige Strom ist - Gleichstrom oder Wechselstrom. Der geniale Erfinder Nikola Tesla soll dem von ihm erdachten und von Westinghouse produzierten Wechselstrom gegen Edisons Gleichstrom zum Sieg verhelfen. Paul Cravath entwickelt einen facettenreichen Plan, um den Stromkrieg zu gewinnen. - Der Großteil der im Roman beschriebenen Ereignisse hat tatsächlich stattgefunden, die Protagonisten hat es wirklich gegeben. Der Autor hat nur die zeitliche Reihenfolge etwas verändert und den Stromkrieg auf zwei Jahre komprimiert. Insgesamt ein lehrreicher, unterhaltsamer und packender historischer Roman, absolut lesenswert, nicht nur für technisch interessierte Leser. Kurioserweise hat Anthony McCarten fast zeitgleich ebenfalls einen Roman über Edison und dessen Geschäftsgebaren verfasst (s. BP/mp 17/413f.). Beide können aber ohne Weiteres auch nebeneinander im Bestand stehen. (Übers.: Kirsten Riesselmann)

Günther Freund

Günther Freund

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die letzten Tage der Nacht

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore
Eichborn (2017)

463 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 848741
ISBN 978-3-8479-0624-7
9783847906247
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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