Der (des)informierte Bürger im Netz

Der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Schweiger untersucht die Wirkung der sozialen Medien auf die Meinungsbildung. Ursprünglich als Kommunikationsmittel gefeiert, das die demokratische Meinungs- und Informationsfreiheit voranbringen Der (des)informierte Bürger im Netz könne, erleben wir täglich, wie Populisten und "Fake News" Ansichten prägen und beeinflussen. Falsche oder "gefärbte" Informationen erweisen sich als Gefahr für die Demokratie. Diese Wahrnehmung wird nicht einfach festgestellt, sondern wissenschaftlich untersucht. Zahlreiche Anmerkungen und ein umfangreiches Literaturverzeichnis untermauern Schweigers Darstellung. Kritisch und konstruktiv erfährt man so nicht nur etwas über die heutige Informationswelt, vielmehr zeigt Schweiger auch Möglichkeiten auf, gegen Fehlentwicklungen vorzugehen, etwa durch die Verpflichtung von Google oder Facebook gegen Hass-/Falschmeldungen vorzugehen oder durch Stärkung demokratischer Publikationsorgane. Das informative Fachbuch richtet sich an ein wissenschaftlich interessiertes Publikum und wird größeren Büchereien empfohlen.

Michael Müller

Michael Müller

rezensiert für den Borromäusverein.

Der (des)informierte Bürger im Netz

Der (des)informierte Bürger im Netz

Wolfgang Schweiger
Springer (2017)

214 S. : Ill., graph. Darst.
fest geb.

MedienNr.: 589228
ISBN 978-3-658-16057-9
9783658160579
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ha, Te
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