Das Friedenslicht aus Betlehem 2023

AKTION „FRIEDENSLICHT"

"Auf der Suche nach Frieden"

So lautet das diesjährige Motto der Aktion Friedenslicht. Das Leitwort und auch das Plakat sind vor den Terrorangriffen und dem Krieg in Israel und Palästina entstanden. Dennoch sind sie aktuell und spiegeln die Situation vor Ort wider: Wir Menschen sind in diesen Zeiten mehr denn je auf der Suche nach Frieden. Den PfadfinderInnen, die alljährlich diese Aktion gestalten und organisieren, ist es sehr wichtig, das Friedenslicht als Symbol der Hoffnung und des Friedens bekannt zu machen, weltweit zu teilen und weiterzugeben: "Es erinnert uns daran, dass es selbst in den aussichtslosesten und bedrückendsten Momenten Hoffnung geben und diese Hoffnung uns wie ein Licht bei der Suche nach Frieden helfen kann."

Die PfadfinderInnen sprechen den Gewaltopfern und ihren Angehörigen ihre Anteilnahme aus: "Angesichts der beispiellosen Gewalt und der hohen Verluste in Israel, Gaza und der Westbank sind wir zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind besonders bei den vielen Kindern, jungen Menschen und Familien, die unermessliches Leid erfahren."

Die PfadfinderInnen rufen dazu auf, sich gemeinsam für Frieden einzusetzen und in Frieden zu leben! Gerade wegen der andauernden Gewalt ist es ihnen umso wichtiger, das Friedenslicht als Zeichen des Friedens zu setzen und das Friedenslicht zu verteilen.

Das Thema: "Auf der Suche nach Frieden"

"Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt ... [...] Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken. [...] Man muss nur an den nächsten Schritt denken, den nächsten Atemzug, den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut." (Zitat aus Momo von Michael Ende)

Das Friedenslicht dient als Symbol der Hoffnung und des Friedens. Blicken wir mit den PfadfinderInnen auf die vielfachen Krisen und Kriege in der Welt, so stellt sich die Frage und die Suche nach dem Frieden ganz besonders: "Wie können wir in Zeiten, in denen uns tagtäglich unbegreifliche Nachrichten aus dem Iran, Syrien, der Mittelmeerregion und so vielen weiteren Regionen und Ländern erreichen, Frieden finden? Insbesondere der Angriffskrieg in der Ukraine hat gezeigt, wie fragil 'Frieden' grundsätzlich, aber auch ganz in der Nähe unseres Zuhauses ist."

Manchmal kann die Suche nach Frieden aussichtslos erscheinen. Gerade dann ist es wichtig, sich nicht entmutigen lassen und es immer wieder versuchen. Wie das Zitat aus der Geschichte von Momo andeutet: Es ist notwendig, viele kleine Etappen zu gehen, um das große Ziel zu erreichen. Einen Schritt nach dem anderen zu machen, eine Etappe nach der nächsten, bringt uns der Hoffnung auf Frieden ein Stückchen näher. Wichtig ist es anzufangen. Frieden zu finden, gelingt nur, wenn viele sich an der Suche beteiligen.

Friedenslicht-Mitmach-Aktion:

Das Friedenslicht, das in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem von einem Kind entzündet wird, empfangen die PfadfinderInnen bei der internationalen Aussendungsfeier am Samstag vor dem 2. Advent, am 9. Dezember 2023 in Linz in Österreich.

Sie bringen es dann zu uns nach Deutschland. Wie gewohnt wird es in die verschiedenen Gemeinden, Kirchen und an Übergabeorte gelangen, damit es alle Menschen bekommen, die das Licht entgegennehmen und weiterschenken möchten. Auch in Ihrer Gemeinde und in Ihrer Bücherei können Sie das Friedenslicht weitergeben und verschenken - als Friedens- und Hoffnungszeichen.

Auf der Internetseite der Friedenslicht-Aktion findet man alle aktuellen Hinweise und die eingetragenen Übergabeorte, wann und wo man vor Ort das Friedenslicht abholen bzw. in Empfang nehmen kann. Hier kann man auch selber Übergabeorte eintragen.

www.friedenslicht.de/uebergabeorte/

Mitmachen bei der Aktion Friedenslicht
Lassen auch Sie sich von den Pfadfindern mit dem Friedenslicht beschenken und geben Sie es weiter: Vielleicht in Ihrer Bücherei als Weihnachtsgeschenk an Ihre LeserInnen!

Hier finden Sie die Orte, Gottesdienste und Lichtfeiern, in denen das Friedenslicht von Betlehem ausgesendet wird.

Hier kann man Friedenslicht-Kerzen, Plakate und weitere Aktionsartikel bestellen.


Die Geschichte
-    Die Idee, im Advent ein Licht am Geburtsort Jesu zu entzünden und als Friedenszeichen weiterzugeben, entstand im Jahr 1986 im Landesstudio des ORF in Oberösterreich:
-    Ein Kind entfacht in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem eine Flamme. Als Zeichen und als Botschafter des Friedens reist das Licht von Betlehem aus durch die Länder, verkündet die Geburt Jesu und den Frieden der Welt.


Das Friedenslicht geht um die Welt
-    Das Licht aus Israel wird mit dem Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht bzw. nach Linz in Oberösterreich.
-    Pfadfindergruppen aus ganz Europa fahren eigens nach Österreich. Dort erleben sie eine große Gemeinschaft, wenn am dritten Advent im Dom das Friedenslicht von Betlehem ausgeteilt wird.
-    Alle haben das gleiche Ziel: Mit Zügen, die über den ganzen Kontinent fahren, bringen die Pfadfinder das Friedenslicht nach Hause, wo es mit vielen Menschen geteilt wird.

Die Botschaft des Friedenslichtes
Das Licht ist das weihnachtliche Symbol. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes aus Betlehem wird in Deutschland seit 25 Jahren an die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden“ erinnert und an den Auftrag, den Frieden zu verwirklichen. Aber wie geht das?
Das Friedenslicht kann den Frieden nicht herbeizaubern. Die Pfadfinder verschenken es von Herzen gern und setzen ein Zeichen für den Frieden, ein Hoffnungszeichen. Jeder bekommt es geschenkt und jeder kann mitmachen.

Das Friedenslicht – eine Erfolgsgeschichte
Das Friedenslicht hat sich in den letzten Jahren von der kleinen Flamme zum großen Lichtermeer ausgebreitet. Es leuchtet mit seiner Botschaft Millionen von Menschen. Möglich geworden ist dies auch durch moderne Transportmittel, Flugzeug und Fernzüge. Moderne Kommunikationsmittel verbreiten die Botschaft des Friedenslichtes weltweit und machen sie in vielen Ländern bekannt.

Das Friedenslicht gelangt nach Argentinien, in die USA, bis in die Ukraine. Pfadfindergruppen aus Israel und Palästina machen mit und setzen sich für den Frieden in ihrem vom Unfrieden zerrissenen Land ein.

Text von Marita Raude-Gockel