Roman des Monats Juni

Die Angehörigen

Gene Ashe fühlt sich hilflos und einsam, nachdem seine Frau gestorben ist. Zwar kümmern sich seine Tochter Dary und seine Freunde Ed und Gayle um ihn und die Beerdigung, doch scheint dies aus Pflichtgefühl heraus zu geschehen. Ihm Die Angehörigen fehlt die Harmonie, die er während seiner 49 Ehejahre mit Maida empfunden hat. Gene erinnert sich an die glücklichen Erlebnisse mit Maida als Paar, Eltern und mit ihren Freunden. Doch hat seine Frau ebenso empfunden? Auch wenn er sich nicht erklären kann, wie es dazu kommen konnte, besteht zwischen ihm und seiner Tochter eine scheinbar unüberwindliche Distanz. Bei Gesprächen mit ihr und mit seinen Freunden muss er feststellen, dass es eine Seite an seiner Frau gab, die ihm vollkommen fremd ist. Das führt zu einer tiefen Verunsicherung, die ihn an der Wahrnehmung seiner Ehe und der Freundschaft zu Ed und Gayle zweifeln lässt - und ihm schließlich zu einer tieferen Erkenntnis seiner selbst verhilft. - Der Roman beschreibt auf dramatische und berührende Weise, wie das Leben eines alten Menschen seine Grundlage verlieren kann. Darüber hinaus kann er den Leser dazu anregen, über seine eigenen Beziehungen zu Lebenspartnern und Eltern nachzudenken. - Für einfühlsame Leser gerne empfohlen. (Übers.: Henning Ahrens)

Nicole Lorrig

Nicole Lorrig

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Angehörigen

Die Angehörigen

Katharine Dion
DuMont (2019)

287 S.
fest geb.

MedienNr.: 596373
ISBN 978-3-8321-9894-7
9783832198947
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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