Roman des Monats September

Der rote Faden

Kate, eine scheue junge Frau, ist neu an der englischen Elite-Universität. Dort freundet sie sich mit Max an, dem Sprössling einer alten englischen Familie und einer berühmten französischen Regisseurin. Kate ist bezaubert von Max, Der rote Faden der ihr auch etwas Ehrfurcht einflößt, weil er alle zu kennen scheint. Bald merkt sie, dass sein Leben nicht ganz so perfekt ist, wie es scheint. Sein Onkel Rupert ist ein selbstmordgefährdeter Alkoholiker, der für Spannungen in der Familie sorgt. Auch Kates alleinerziehende Mutter Alison war alkoholabhängig, das bringt Kate Max näher. Ihre (platonische) Verbindung wächst, bis Kate von Max` Cousin Lewis auf dem Bett seiner Mutter vergewaltigt wird. Der Hauptteil des Romans widmet sich den Auswirkungen dieses Übergriffs, insbesondere Kates Sprachlosigkeit darüber. - Das Debüt der jungen englischen Autorin Rosie Price ist ein überzeugender und provokanter Gesellschaftsroman, der analysiert, was es für eine Frau bedeutet, in einer Welt zu leben, die von männlichen Aggressionen durchdrungen ist. Ein gelungener Roman zu einem gesellschaftlich rege diskutierten und drängenden Thema.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Der rote Faden

Der rote Faden

Rosie Price ; aus dem Englischen von Stefanie Jacobs
Rowohlt Hundert Augen (2020)

347 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 601322
ISBN 978-3-498-05317-8
9783498053178
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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Auszeichnung: Roman des Monats