Roman des Monats Dezember

Die Hüterin der verlorenen Dinge

Ivy ist 10 Jahre alt, als ihre Mutter plötzlich verschwindet. Danach lässt sie niemanden mehr näher an sich heran, sammelt verlorene Dinge und liebt seltene Wörter. Ihr einziger Freund ist Moe, ein Straßenkehrer im Central Park, Die Hüterin der verlorenen Dinge dessen Frau an Krebs gestorben ist. Nach fast 13 Jahren möchte Ivys Vater, ein bekannter Schriftsteller, wieder heiraten und seine vermisste Frau Lila für tot erklären lassen. Ivy bittet um ein paar Monate Aufschub. Mithilfe des Adressbuchs ihrer Mutter versucht sie, ihr näherzukommen. Sie trifft alte Nachbarn und Freunde, doch das Bild ihrer Mutter bleibt rätselhaft. Sie war eine schillernde Persönlichkeit, die Gedichte schrieb, freundlich und offen. Aber sie fühlte sich auch häufig traurig und einsam und war dann kaum in der Lage, den Alltag mit Kind zu meistern. Ivy reist von New York nach Maine, um die Familie ihrer Mutter kennenzulernen, zu der kein Kontakt mehr bestand. Sie begreift, dass sie ihre Mutter loslassen und ihr eigenes Leben führen muss. Vielleicht kann ihr der Straßenmaler Jack dabei helfen, in den sie sich verliebt. - Vosseler, die Romane für Erwachsene und Jugendliche schreibt, erzählt eine gefühlvolle Geschichte über Trauer und Verlust. Sehr lesenswert ab ca. 15 Jahren.

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Hüterin der verlorenen Dinge

Die Hüterin der verlorenen Dinge

Nicole C. Vossler
Harper Collins (2019)

368 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 599805
ISBN 978-3-95967-347-1
9783959673471
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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