Deutscher Buchpreis 2020

Die Shortlist

Für die Shortlist hat die Jury des Deutschen Buchpreises am 15. September sechs Romane nominiert, die sie „durch ihre sprachliche Ausdruckskraft und formale Innovation überzeugt haben, zugleich aber auch auf besonders kluge Weise politische Dringlichkeit dokumentieren.” Das sagte Jurysprecherin Hanna Engelmeier (Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)) über die Auswahl.

Vor vier Wochen hatte die Jury die Longlist 2020 veröffentlicht. Die Auswahl repräsentiere das Erzählen in diesem Jahr, so Jurysprecherin Engelmeier: realistisch, oft autobiografisch, historische Stoffe. „Die Longlist spiegelt diese Schwerpunkte wider“, so Frau Engelmeier, „greift aber zusätzlich Romane auf, die sich jüngeren identitätspolitischen Debatten widmen. Es freut uns, dass auch Bücher vertreten sind, die die Form des Romans aufbrechen und mit ihr experimentieren. Die Longlist repräsentiert so nicht nur eine Vielfalt von Themen, sondern auch die Vielfalt poetischer Ausdrucksformen dieser Saison.“

Der Jury gehören neben Hanna Engelmeier an: Katharina Borchardt (Literaturredakteurin, SWR2), David Hugendick (Literaturredakteur, Zeit Online), Chris Möller (Literaturvermittlerin bei Kabeljau & Dorsch, Berlin), Maria-Christina Piwowarski (Buchhandlung ocelot, Berlin), Felix Stephan (Literaturredakteur, Süddeutsche Zeitung), Denise Zumbrunnen (Buchhandlung Never Stop Reading, Zürich).

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Shortlist den Preisträger. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor*innen, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 12. Oktober 2020 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse als Livesendung aus dem Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.