Literaturveranstaltungen

Literaturtagung ›Generationenromane: Spurenlesen im Familiengedächtnis‹

Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg vom 29.-31. März 2019

Die Tagung beschäftigt sich mit Generationenromanen, ihrer Erinnerungskultur und der Erforschung der eigenen Herkunft durch ihre Protagonisten. Familien sind geprägt vom Zusammenleben der Generationen und bilden daher auch Gedächtnisgemeinschaften, in deren ›Erinnern‹ und ›Andenken‹ sich die persönlichen Biographien der Verwandten mit historischen Ereignissen verbinden. Generationen wie die 33er, 45er, 68er, 89er markieren Augen- und Zeitzeugenschaft. Neben ihren mündlichen Erlebnisberichten sind es Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, Dokumente, Tonbandaufzeichnungen, Fotoalben, Filme oder gar Kochrezepte, die als Erinnerungsmedien an der Konstitution von Familiengedächtnissen (auch in Romanen) mitarbeiten. Die Familie ist Ort einer berichteten Vergangenheit, die dem Verdacht der Verklärung und Verzerrung anheimfallen kann. Durch vererbte Gegenstände ist sie Ort einer nur in Bruchstücken erhaltenen Vergangenheit, die mühsam aus ihren Teilen zu rekonstruieren ist. Sie kann auch Ort einer beschwiegenen Vergangenheit sein, die detektivisch aufgeklärt werden muss. Es sind die verborgenen und verdrängten Spuren der (Familien-)Geschichte, die in Generationenromanen zum Anlass intensiver Nachforschung werden, um sich der eigenen Herkunft zu versichern. Dabei zeigt sich, dass Vergangenheitsbewältigung häufig durch Verständigungsbarrieren zwischen den Generationen zu unterschiedlichen Familiengeschichten führt.

 

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Die Tagung begleitet Romanfiguren bei der Aufklärung ihrer Familiengeschichte und untersucht Formen familiärer Erinnerungskultur. Die Entstehung von  Familiengedächtnis soll anhand dreier Romane diskutiert werden, die von den Teilnehmer*innen vorbereitend zu lesen sind. Dieser Lektürekurs ersetzt den in diesem Jahr nicht stattfindenden Fernkurs ›Literatur‹ unserer Wiener Kooperationspartner, der erst 2020 fortgesetzt wird.

Anmeldeschluss für die Tagung ist der 20. Dezember 2018. Zur Anmeldekarte >>

Die Tagung kostet 245,00 € inklusive Übernachtungen (Unterbringung in Einzelzimmern) und Vollpension im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg.

Als Lektüreeinstieg folgen Sie bitte Maxim Biller auf seiner Spurensuche in einem ersten Familiengedächtnis: sein Roman heißt »Sechs Koffer« und ist 2018 erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie alle weiteren zu lesenden Titel.

 


Literaturtagung ›Die Faszination des Bösen‹

Literarische Ermittlungen:  ›Die Faszination des Bösen‹ – Krimifans bitte vormerken!

Siegburg vom 17.-18. Mai 2019

Mord, Totschlag, Erpressung, räuberische Überfälle – all das, worauf wir im richtigen Leben gerne verzichten, zieht uns im Kriminalroman immer wieder in seinen Bann.
Die Tagung beschäftigt sich mit der narrativen Anatomie von Kriminalromanen und geht der Frage nach, wie vom Bösen erzählt werden muss, damit Krimis ihre Leser faszinieren. Die Teilnehmer*innen machen sich in Arbeitsgruppen daran, das ›Skelett‹ eines Krimis zu entwerfen, um dann nach der intensiven ›Obduktion‹ der ›Sterntaler-Verschwörung‹ ihre Ergebnisse mit der Erzählkunst eines Krimiautors abzugleichen. Der renommierte Autor Jan Seghers wird in einem Werkstattgespräch über sein Schreiben berichten und Sie können abschließend ermitteln, ob Sie aus der ›Obduktion‹ seines Romans die richtigen Schlüsse gezogen haben.

Anmeldeschluss für die Tagung ist der 31. März 2019. Zur Anmeldekarte >>

Die Tagung kostet 150,00 € inklusive Übernachtungen (Unterbringung in Einzelzimmern) und Vollpension im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg.

Als vorbereitende Lektüre lesen Sie bitte Jan Seghers »Die Sterntaler-Verschwörung« aus der Reihe »Kommissar Marthaler ermittelt« (Bd. 5), Rowohlt Taschenbuch 2016


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