Upstate

Alan hat sich zum erfolgreichen Immobilienentwickler hochgearbeitet, doch sein Unternehmen ist in der Krise, dazu kommen große Sorgen um seine älteste Tochter Vanessa. Sie war schon als Teenager psychisch labil und hat die Trennung Upstate ihrer Eltern und den frühen Tod der Mutter nicht verkraftet. Schon damals war sie suizidgefährdet und jetzt hat sie sich bei einem Sturz den Arm gebrochen. Josh, ihr jüngerer Liebhaber, hat sich bei ihrer Schwester Helen gemeldet, weil er befürchtet, Vanessa habe sich selbst verletzt. So reisen Helen und Alan aus England in die US-amerikanische Provinz nahe New York, wo Vanessa als Philosophieprofessorin arbeitet. Die musikbegeisterte und lebensfrohe Helen hat Mann und Kinder und ist erfolgreiche Managerin bei Sony, doch sie überlegt, beruflich neue Wege zu beschreiten. Zunächst scheint bei Vanessa alles in Ordnung zu sein, doch dann wird deutlich, dass sie große Angst hat, Josh zu verlieren, und zutiefst verunsichert ist. So beschließt Alan, noch eine Weile bei ihr zu bleiben. - Alan denkt oft über seine Vergangenheit nach und macht sich viele Gedanken um seine Erfahrungen in den USA kurz vor Beginn der Obama-Ära, auch seine Töchter spüren ihren Erinnerungen nach. Der psychologische Familienroman ist ruhig erzählt und beschreibt seine Protagonisten mit ihrer Verbundenheit und gleichzeitigen Hilflosigkeit sehr genau. Für alle Leser/-innen, die auf Action und ein Happy-End verzichten können, sehr empfohlen.

Evelin Schmidt

Evelin Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Upstate

Upstate

James Wood ; aus dem Englischen von Tanja Handels
Rowohlt (Dezember 2019)

298 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 599895
ISBN 978-3-498-07406-7
9783498074067
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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