Allgemeine Literatur

Das Vierzehn-Tage-Date

Wien im März 2020: Die Corona-Epidemie zeichnet sich bereits am Horizont ab. Über die Partnerschafts-Plattform Tinder haben sich Corinna und David kennengelernt und beschließen, sich zu einem ersten Date bei David zu Hause zu treffen. Das Vierzehn-Tage-Date Doch schon nach wenigen Minuten merken sie: Unterschiedlicher könnten sie kaum sein! David ist Musiklehrer, ein ordnungsliebender Veganer, der Angst vor der eigenen Courage hat. Corinna ist bislang eine berufliche Loserin, chaotisch und verpeilt, die bei ihrer Mutter wohnt, in einer Pizzeria als Kellnerin jobbt und mit Männern nur negative Erfahrungen gemacht hat. Doch dann beschließen die beiden, wenigstens den Abend gemeinsam zu genießen und bestellen sich ein Pizza. Am nächsten Morgen wacht Corinna mit einem Mordskater auf und weiß nicht, was in der Nacht passiert ist. Doch als beide sich endgültig für immer verabschieden wollen, passiert es: Vor der Tür steht ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und erklärt ihnen, sie stünden unter Quarantäne, weil der Pizza-Bote an Corona erkrankt ist. Und das heißt für Corinna und David jetzt: Wie bringen wir zwei lange Wochen auf engstem Raum miteinander rum? Bald liegen die Nerven blank ... - René Freund schreibt hier mit ebenso keck-humorvoller wie empathischer Feder eine Geschichte, die mehr ist, als nur ein locker-leichter Liebesroman. Wie er auslotet, wie jeder der beiden Protagonisten bisher in seiner eigenen Welt gefangen war und das im Vordergrund an der erzwungenen Corona-Quarantäne spiegelt, ist nicht ohne Tiefsinn. Intelligenter Lesespaß mit vielen situationskomischen Highlights.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Vierzehn-Tage-Date

Das Vierzehn-Tage-Date

René Freund
Paul Zsolnay Verlag (2021)

154 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 604001
ISBN 978-3-552-07234-3
9783552072343
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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