Comic

Black hole

Ein geheimnisvoller Bazillus grassiert in den 1970er Jahren unter Teenagern in der amerikanischen Küstenstadt Seattle. Wer von dieser durch Geschlechtsverkehr übertragenen "Teenager-Pest" befallen wird, verwandelt sich in ein monsterhaftes Black hole Wesen, bildet neue Körperteile wie etwa einen Schwanz aus, oder hat bestenfalls einige Beulen. Fast zwangsläufig ist die soziale Isolation eine der Folgen. Im Mittelpunkt dieser komplexen Erzählung, die zwischen 1995-2005 in 12 Einzelfolgen in den USA publiziert wurde und nun erstmals in Deutschland als Gesamtausgabe erscheint, steht wechselweise das Schicksal der infizierten Chris, Rob, Keith und Eliza. Häufig erschrecken die in scharfen Kontrasten fast holzschnittartigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen durch einen Blick in menschliche Abgründe: Sexuelle Handlungen, Drogenkonsum, Angstfantasien und Horrorszenarien machen einen nicht unerheblichen Teil der Bilder aus. Wer sich auf diese düstere und eigentlich hoffnungslose Graphic Novel des profilierten Autors der amerikanischen Independent-Szene einlässt, muss manches aushalten und ertragen. Nur für standfeste, erwachsene Leserinnen und Leser.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Black hole

Black hole

Charles Burns
Reprodukt (2011)

[o. P.] : überw. Ill.
kt.

MedienNr.: 569324
ISBN 978-3-941099-75-3
9783941099753
ca. 29,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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