Comic

Olympia in love

Um 50 Gemälde des Pariser Musée d'Orsay webt Meurisse die Geschichte der jungen Schauspielerin Olympia. Diese träumt von einer Rolle als Shakespeares Julia und verliebt sich in den Darsteller des Romeo. Olympia, wie ihr Vorbild Olympia in love auf dem gleichnamigen Gemälde von Édouard Manet, lediglich mit einer schwarzen Schleife um den Hals bekleidet, stiefelt in ihrer naiven Art schwankend zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt durch ihr Leben im schillernden Künstlermilieu der Moderne. In dem Vorgänger-Comic "Die Leichtigkeit" (BP/mp 17/838) hat die französische Zeichnerin Meurisse das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo, bei dem sie Kollegen verloren hat, verarbeitet. Mit "Olympia in love" legt die Autorin nun eine amüsante, dynamisch gezeichnete Geschichte vor, in die sie mit offensichtlicher Freude Gemälde der Moderne aufgenommen hat. Im Anhang sind 12 der verwendeten Originalbilder abgebildet mit Verweis auf die Seite, in der sie im Comic zu finden sind. Von allen 50 verwendeten Gemälden des Musée d'Orsay sind Maler, Titel und entsprechende Seitenzahl aufgeführt. Ein unterhaltsamer Comic über den Geist der Moderne, bei dem der Leser sich im Wiedererkennen bekannter Gemälde testen kann.

Isabel Helmerichs

Isabel Helmerichs

rezensiert für den Borromäusverein.

Olympia in love

Olympia in love

erdacht und gezeichnet von Catherine Meurisse
Reprodukt (2018)

66 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 594749
ISBN 978-3-95640-162-6
9783956401626
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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