Vespasian

Vespasian wächst mit seinem älteren Bruder auf einem Gutshof auf. Seine Eltern erhoffen für die Söhne, obwohl von niederer Geburt, eine Laufbahn bei der Armee. Gefördert durch einen adeligen Gönner bekommt Vespasian einen niederen Vespasian Offiziersrang und erhält den Auftrag, sich bei einer Legion in Thrakien zu melden. Aber bis es dazu kommt, gilt es diverse Kämpfe zu bestehen. Kaiser ist Tiberius, doch die Stadt Rom wird von der Prätorianer-Garde beherrscht, deren Befehlshaber Seianus selbst an die Macht strebt. Seianus zettelt Aufstände in Thrakien an, um Legionen zu binden. Und Vespasian soll im Auftrag des kaisertreuen Gönners herausbekommen, wer bei den Legionen der Mittelsmann ist. - Das Thema ist sehr gut recherchiert; was die Details angeht, ist alles stimmig. Es ist eine spannende Geschichte, die allerdings auch viele brutale Kampf- und Folterszenen enthält. Da hat es der Autor mit den damaligen Gegebenheiten sehr genau genommen. Das betrifft auch die gelegentlich unflätige, zotige Sprache, die seinerzeit sogar Cicero beklagt hatte. Die wichtigsten Akteure sind historisch verbürgt. Daneben lässt der Autor aber eine Reihe fiktiver Protagonisten auftreten. Ein Personenverzeichnis wäre hilfreich gewesen. Die leicht lesbare Geschichte im Stil von Bernard Cornwell oder Davis Gilman dürfte Freunden des Genres gute Unterhaltung bieten. (Übers.: Anja Schünemann)

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Vespasian

Vespasian

Robert Fabbri
Rowohlt Taschenbuch-Verl. (2018)

rororo ; 27512
525 S.
kt.

MedienNr.: 906992
ISBN 978-3-499-27512-8
9783499275128
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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