Und morgen eine neue Welt

Röhrig beginnt seinen biografischen Roman mit dem Umzug von Karl Marx und seiner Familie von Paris nach Brüssel, wo er mit Friedrich Engels in einer Straße lebte. Marx und Engels verbindet über den Einsatz für die Entstehung einer Und morgen eine neue Welt kommunistischen Bewegung hinaus eine enge persönliche Freundschaft. Die politische Entwicklung von Marx und Engels und ihren Kampf gegen die Sozialisten in den eigenen Reihen bettet Röhrig in das Privatleben der beiden ein und gibt damit den beiden politischen Analytikern und Philosophen ein menschliches Antlitz. Allerdings bedient Röhrig sich dabei auch einiger klischierter Rollenbilder und Handlungsmuster, was ein Stück weit auf Kosten von Marx Frau Jenny geht. Dem stehen durchaus gelungene Darstellungen der Lebensumstände der damaligen Zeit und der Armut der Arbeiterklasse entgegen. - Das Buch umfasst die Jahre von 1845 bis 1851 und ist damit im Umfeld der Revolution von 1848 angesiedelt, eine Zeit, in die auch die Entstehung des "Kommunistischen Manifestes" und die Gründung des "Kommunistischen Korrespondenz-Komitees" fällt. Ein unterhaltsamer Einblick in das Leben und die Zeit zweier bedeutender historischer Figuren.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Und morgen eine neue Welt

Und morgen eine neue Welt

Tilman Röhrig
Pendo (2019)

511 S.
fest geb.

MedienNr.: 599432
ISBN 978-3-86612-430-1
9783866124301
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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