Lebendig begraben

London im 19. Jh., der Maler Priam Farll ist einer der angesagtesten Künstler im Land. Doch eigentlich ist er eher menschenscheu und mag den Rummel nicht. Da kommt es ihm mehr als gelegen, als sein Diener stirbt: Kurzerhand schlüpft Lebendig begraben er in dessen Rolle und taucht unter. Doch sein Bediensteter war kein unbeschriebenes Blatt. Und als Farll die Frau seines Lebens kennenlernt, wird sein Leben weitaus komplizierter, als es vorher war ... - Arnold Bennett war ein beliebter Autor und galt als einer der besten Literaturkritiker im England des 19. Jh. Seine Romane bestechen durch einen wunderbaren Erzählfluss und viel subtile Ironie. "Lebendig begraben" erschien im Original 1908, wurde aber erst 1983 ins Deutsche übersetzt. Der Verlag Wagenbach bringt hier die erste Taschenbuchausgabe heraus. Was die Lektüre der deutschen Fassung zum Vergnügen macht: Übersetzer Peter Naujack nutzt einen Kunstgriff, um die Kauzigkeit des Originals auch im Deutschen durchscheinen zu lassen. Seine Übersetzung ist weniger eine Übertragung als eher eine ziemlich wortwörtliche Übersetzung aus dem Englischen, was den Stil einerseits zunächst recht sperrig erscheinen lässt, andererseits kommt er damit dem typisch britischen Humor des Originals sehr nahe - und das schafft Lesespaß!

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Lebendig begraben

Lebendig begraben

Arnold Bennett ; aus dem Englischen übersetzt von Peter Naujack
Wagenbach (2019)

218 Seiten
kt.

MedienNr.: 928252
ISBN 978-3-8031-2817-1
9783803128171
ca. 12,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.