Sterbekammer

Die Bezirkskriminalinspektion Itzehoe hat einen neuen Chef. Nick Wahler legt Wert auf Pünktlichkeit, Erreichbarkeit und strikte Einhaltung der Dienstvorschriften. Weil die junge Polizistin Frida Paulsen mit diesen Bereichen so ihre Sterbekammer Probleme hat, steht sie unter besonders strenger Beobachtung. Der neue Fall, an dem sie nicht so selbstständig, wie es ihr lieb wäre, mitarbeiten darf, ist dramatisch. In einer halb verfallenen Deichmühle in der Elbmarsch hat man neben dem offensichtlich ermordeten Besitzer unter einer verdeckten Bodenklappe einen Raum gefunden, der zunächst wie ein Schutzbunker anmutet, sich dann aber als Gefängnis entpuppt. Bjarne Haverkorn, Paulsens erfahrener Partner, ist zwar nach einer Verwundung noch in der Rehabilitation, aber als ihm ein schrecklicher Verdacht kommt, klinkt er sich in die Ermittlungen ein. Das Team geht seiner Vermutung nach, in der Kammer könne eine Frau gefangen gehalten worden sein, deren Verschwinden Haverkorn vor zehn Jahren nicht aufklären konnte. - Auch der dritte Elbmarsch-Fall (zul. "Bluthaus", BP/mp 19/102) ist überzeugend und erschütternd spannend. Mit Paulsen und Haverkorn hat Romy Fölck ein Team geschaffen, dessen unterschiedliche Talente sich perfekt ergänzen. Durch die Figur des neuen Chefs erhält die Serie eine weitere interessante Komponente, die noch mehr Realismus in die geschilderte Polizeiarbeit bringt.

Susanne Steufmehl

Susanne Steufmehl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Sterbekammer

Sterbekammer

Romy Fölck
Lübbe

429 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 599630
ISBN 978-3-7857-2654-9
9783785726549
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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