Black fish

Gavin Chance hat schon bessere Tage gesehen, als er noch bei der Polizei war. Doch seine unglückliche Hand mit Frauen und vor allem seine Trunksucht führten irgendwann dazu, dass er den Dienst quittieren musste. Und sein Schwiegervater Black fish ermöglicht ihm dann einen Neustart als Bootshändler und Yachtmakler. Allerdings muss er seinen spielsüchtigen Schwager als Partner akzeptieren, was von Beginn an zu Schwierigkeiten führt. Undurchsichtige Eigentumsverhältnisse bei einem Trawler führen dazu, dass er das festgesetzte Boot recht unkonventionell seinem tatsächlichen Eigner wieder zuführt, was ihm sogleich Ärger einbringt. Dann ist er bei einem Transport von Frischfisch beteiligt und stellt fest, dass in den Kisten auch illegaler Fang ist. Außerdem sind in einer Kiste Drogen versteckt. Zu alledem findet er in der Bilge seinen Partner tot, erschossen ... - Diese Geschichte spielt hauptsächlich in Schottland und der Irischen See. Der Autor, passionierter Segler und Verfasser von Artikeln für Yachtmagazine, macht es sicher vielen Lesern - Landratten - schwer, viele der verwendeten Begriffe zu verstehen. Und die sperrige Figur dieses Chance ist ob seiner ständigen Trinkerei nicht unbedingt sympathisch. Aber spannend ist das Buch außerordentlich. Auch wie Chance zuletzt seine Gegner ausmanövriert, ist gekonnt dargestellt. Ein Buch, das vor allen Dingen Leser mit einem Faible für die See, das Segeln und die Schifffahrt begeistern sollte.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Black fish

Black fish

Sam Llewellyn ; aus dem Englischen von Tatjana Pokorny
Delius Klasing Verlag (2019)

303 Seiten
kt.

MedienNr.: 599007
ISBN 978-3-667-11705-2
9783667117052
ca. 16,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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