Spannung

Montecrypto

Ed Dante (weitere Parallelen zum "Graf von Monte Christo" zu benennen hieße, das Ende zu spoilern) ist ein auf Wirtschaft spezialisierter Privatdetektiv. Er wird von einer Frau engagiert, um das vermutlich in Bitcoins angelegte Vermögen Montecrypto ihres verschwundenen Bruders zu suchen. Dieser scheint sein Verschwinden allerdings durchaus geplant zu haben, tauchen im Netz doch immer neue Videos mit Hinweisen von ihm auf, die weltweit digitale Schatzsucher auf den Plan rufen. Aber es gibt ganz andere Hintergründe, denen Dante langsam auf die Schliche kommt. - Wirtschafts-Thriller langweilen häufig mit seitenweise ausgebreitetem, staubtrockenen Klugschwätzer-Wissen. Da hebt sich dieser Titel (wie beim Autor fast schon erwartet) wohltuend ab - trotzdem erfährt man einiges über die Welt der Bitcoins. Alles in allem liegt hier ein sehr gut zu lesender Thriller vor, der allerdings gegen die früheren Titel des Autors (z.B. "Der Kaffeedieb", BP/mp 16/399) etwas abfällt.

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

Montecrypto

Montecrypto

Tom Hillenbrand
Kiepenheuer & Witsch (2021)

443 Seiten
kt.

MedienNr.: 603189
ISBN 978-3-462-00157-0
9783462001570
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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