Spannung

Zurück im Zorn

Vor zwanzig Jahren wurde der Ort Gollwitz in Brandenburg Schauplatz verheerender Brandanschläge, denen vor allem Tiere zum Opfer fielen - aber auch drei Mitglieder der Familie Majakowski. Nur Anna überlebte, kam damals bei Onkel Zurück im Zorn und Tante unter und lebt heute als Sozialarbeiterin in Berlin. Ein Täter konnte niemals ermittelt werden, dem Hauptverdächtigen Martin Berger konnten nur die anderen Brandanschläge nachgewiesen werden. Seit fünf Jahren bekommt Anna anonyme Drohbriefe, die sie versteckt und verdrängt. Jetzt jedoch werden ihre Verwandten bedroht, sodass Anna erstmals wieder in ihr Heimatdorf fährt - ausgerechnet an dem Tag, an dem Martin Berger aus einer psychiatrischen Klinik entlassen wird. Der ehemalige Polizist Willy Urban hat die Tätersuche nie aufgegeben ist weiterhin von Martin Bergers Schuld überzeugt. Der Polizist mit starkem Alkoholproblem und die Sozialarbeiterin mit hohem Aggressionspotenzial tun sich zusammen und rekonstruieren die Vorgänge in der Tatnacht. - Das düster gezeichnete Bild eines Ortes voller "abgehängter" Existenzen und starke Charakterschilderungen zeichnen den ruhig verlaufenden Krimi aus, ohne die Spannung zu vernachlässigen.

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Zurück im Zorn

Zurück im Zorn

Christoph Heiden
Gmeiner (2020)

344 Seiten
kt.

MedienNr.: 600330
ISBN 978-3-8392-2644-5
9783839226445
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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