Der Sonne nach

Seit der Vater die Familie verlassen hat, ist der 16-jährige Dario aus dem Tritt geraten. Ihm ist so ziemlich alles egal und er randaliert auch immer wieder in der Schule. Nach seiner neuesten Aktion wird er vom Direktor dazu verdonnert, Der Sonne nach ehrenamtliche Pflegebegleitung zu leisten. Wie die aussehen soll, merkt er schnell: Er muss sich um den behinderten Jungen Andrea, genannt Andy, kümmern. Der sitzt im Rollstuhl, kann sich nur sehr eingeschränkt bewegen und auch kaum sprechen. Dario hält ihn für einen Idioten und auch seiner Pflegerin Elisa kann er nichts abgewinnen. Dario geht mit Andy außerdem um, wie er es für richtig hält und lässt sich nichts vorschreiben. Von Elisas übervorsichtiger Art ist er eher genervt, was das Verhältnis zwischen den beiden allerdings nicht gerade verbessert. Schließlich hält Dario es nicht länger aus und steigt mit Andy einfach in einen Zug, um ihm auch mal ein bisschen Freiheit zu zeigen, aber auch, um seinen Vater wiederzusehen. Während sie unterwegs sind, müssen die beiden sich immer wieder mit Problemen auseinandersetzen und Dario versteht Andy immer besser. - Die Geschichte zeichnet sich nicht durch Spannung oder Ähnliches aus, dafür merkt man aber vom Anfang bis zum Ende eine deutliche Charakterentwicklung. Besonders bei Dario merkt man, wie er sich durch den Kontakt zu Andy in einen aufgeschlosseneren Menschen verwandelt und sein Leben wieder besser in den Griff bekommt. Diese besondere Roadnovel über eine ungewöhnliche Freundschaft kann allen Leser*innen empfohlen werden! (Übers.: Barbara Neeb u. Katharina Schmidt)

Julian Schirm

Julian Schirm

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Sonne nach

Der Sonne nach

Gabriele Clima
Hanser (2019)

155 S.
kt.

MedienNr.: 597083
ISBN 978-3-446-26260-7
9783446262607
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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