Todesstreifen

Der Teenager Marc, der mit seinem Vater und seiner Oma zusammen lebt, will aus der DDR abhauen. Zusammen mit seinen Freunden schmiedet er einen Plan. Dann kommt ihm anscheinend der Zufall zur Hilfe: er entdeckt auf einem Gruppenbild Todesstreifen einer Leichtathletikmannschaft einen Jungen, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht. Nun sieht alles ganz einfach aus, sie kidnappen Ben bei einem Sportwettkampf in Ost-Berlin, tauschen die Rollen und Marcs Familie soll bei der Polizei behaupten, dass Ben nicht Marc ist. Dass Marcs Vater nach einem Selbstmordversuch und die Oma nach einem Sturz ins Krankenhaus kommen, bekommt Marc nicht mehr mit. Aber Ben! Er gerät in die Mühlen der Jugendführsorge der DDR und wird in ein Erziehungsheim gesteckt, bis er wieder bei Marcs Oma landet. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit - denn der Erzieher aus dem Heim lässt nicht locker. - Nicht nur eine für Jugendliche spannende Geschichte. Aus der Sicht der beiden Teens Ben und Marc wird abwechselnd Ost- und West-Berlin authentisch beschrieben und, wie die beiden sich in ihren unbekannten Umfeldern integrieren müssen, um nicht aufzufallen. Sie erfahren die Unterschiede in den Systemen, aber auch Freundschaft und Unterstützung. Eine deutsch-deutsche Geschichte über eine Zeit, die den Jugendlichen von heute nicht mehr präsent ist. - Unbedingt für alle Bestände empfehlenswert. Nicht nur für Jugendliche, sondern auf jeden Fall auch für Erwachsene geeignet.

Angela Hagen

Angela Hagen

rezensiert für den Borromäusverein.

Todesstreifen

Todesstreifen

Helen Endemann
Rowohlt Taschenbuch-Verl. (2019)

Rowohlt Rotfuchs ; 21841
251 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 928495
ISBN 978-3-499-21841-5
9783499218415
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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