Spirou oder: die Hoffnung - Teil 1. Schlechter Start in neue Zeiten

Im Brüssel des Jahres 1940 trauert Hotelpage Spirou noch immer seiner Liebe hinterher, einem polnisch-russischen Zimmermädchen, das zwischenzeitlich von den Sowjets verhaftet wurde. Sein Freund Fantasio wird einberufen, erreicht Spirou oder: die Hoffnung - Teil 1. Schlechter Start in neue Zeiten aber nie die Front. Gemeinsam fliehen die beiden vor den heranziehenden Kämpfen in Richtung Frankreich, kehren aber bei Einmarsch der deutschen Invasoren in ihre Heimat zurück. Nach der Zerstörung seines Hotels muss sich Spirou einen neuen Job suchen. Während der naiv-leichtgläubige Fantasio als Journalist bei der besatzungstreuen Zeitung "Le Soir" unterkommt, erhält der Page eine Anstellung bei den Pfadfindern. In Fortsetzung des achten Spezial-Bandes "Porträt eines Helden als junger Tor" (BP/mp 09/741) schickt sich Zeichner und Autor Émile Bravo an, eine auf 300 Seiten angelegte Kriegschronik rund um die populären Figuren zu entwerfen. Neben teils satirischem Humor stellt er Fragen zur Rolle der Juden als stete Sündenböcke und wirft wie im Vorgängerband einen kritischen Blick auf die Rolle der Kirche, der auf den Missbrauch von Religion für unlautere Zwecke abzielt. Trotz eingängigem Ligne-Claire-Stil setzt Bravo somit auf ein glaubwürdiges, obgleich etwas episodenhaftes Zeitporträt. Ab 14 zu empfehlen.

Gregor Ries

Gregor Ries

rezensiert für den Borromäusverein.

Spirou oder: die Hoffnung - Teil 1. Schlechter Start in neue Zeiten

Spirou oder: die Hoffnung - Teil 1. Schlechter Start in neue Zeiten

Szenario und Zeichn.: Émile Bravo
Carlsen Comics (2018)

Spirou + Fantasio spezial ; [26]
88 S. : überw. Ill. (farb.)
kt.

MedienNr.: 595032
ISBN 978-3-551-77656-3
9783551776563
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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