I love you heißt noch lange nicht ich liebe dich

"Jetzt. Jetzt fängt es an." Die 17-jährige Lilly kann ihr Glück kaum fassen. Eigentlich ist sie noch Schülerin an einer privaten Schauspielschule, doch sie erhält die Chance, die weibliche Hauptrolle in einem Hollywoodblockbuster I love you heißt noch lange nicht ich liebe dich zu synchronisieren. So steht sie zum ersten Mal im Synchronstudio und versucht, alles richtig zu machen. Atmung, Einsatz, Betonung, Emotionen. Zahlreiche Liebesszenen. Ziemlich schwierig, wenn die männliche Hauptrolle von jemand gesprochen wird, der sich gleichsam cool wie saublöd verhält. Ben, der schon alleine wohnt, kommt vorwiegend hungrig ins Studio. Er hat kein Geld. Ihm droht der Rauswurf aus seiner Wohnung, die er ohnehin nur mehr über die Feuerleiter erreichen kann. Zu seinem Vater und dessen neuer Familie hat er nur sporadisch Kontakt. Kein Wunder, dass er in Lilly zunächst nur die verwöhnte Diplomatentochter sieht ... - Aus zwei Perspektiven wird hier dramatisch und romantisch vom Finden einer Liebe erzählt. Manche Verhaltensweisen lassen sich mit vergangenen Enttäuschungen erklären, manche lassen allerdings schwer schlucken. Und mit einer Lilly Vonderfeld und einem Ben Bergmann prallen Welten aufeinander. Macht nichts. Hier zählt am Ende nur: Du bist da. Im echten Leben.

Herbert Ossowski

Herbert Ossowski

rezensiert für den Borromäusverein.

I love you heißt noch lange nicht ich liebe dich

I love you heißt noch lange nicht ich liebe dich

Cleo Leuchtenberg
Oetinger (2018)

327 S.
fest geb.

MedienNr.: 595708
ISBN 978-3-7891-0852-5
9783789108525
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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