Die rote Frau

Beinahe ganz Wien ist außer sich: Der populäre Stadtrat Richard Fürst ist erschossen worden. Fürst hatte sich gerade für die kleinen Leute eingesetzt, und davon gibt es 1920 mehr als reichlich. Die Stadt ist vom Weltkrieg gezeichnet; Die rote Frau Versehrte, Witwen, Waisen und Flüchtlinge bevölkern die Metropole. Die ganze Abteilung "Leib und Leben" der Polizei macht sich an die Ermittlungen. Nur der kriegsversehrte "Krüppel" Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter sollen sich um die hysterische Schauspielerin Rita Haidrich kümmern - ein alles andere als spannender Fall. Alex Beer nimmt uns wie schon in "Der zweite Reiter" (BP/mp 17/1067) mit in das Wien nach dem Ersten Weltkrieg, neben wenig Reichtum gibt es vor allem ganz viel Armut. Doch einige Honoratioren schließen sich zusammen, um den Ärmsten zu helfen und ihnen eine Zukunft zu bieten. Das stößt nicht nur auf begeisternde Zustimmung und es scheint fast jedes Mittel recht zu sein. - Neben der spannenden (zeit-)historischen Handlung ist es die Lesung von Cornelius Obanya, die begeistert. Er gibt jeder der Figuren eine eigene Stimme, sodass die Lesung fast zum Hörspiel wird. Für alle Büchereien zu empfehlen.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Die rote Frau

Die rote Frau

Alex Beer. Gelesen von Cornelius Obonya
Random House Audio (2018)

6 CD (ca. 480 Min.)
CD

MedienNr.: 593947
ISBN 978-3-8371-4130-6
9783837141306
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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