Ans Meer

Anton liebt seinen Job als Busfahrer, nur gelegentlich hat er Stress mit ungezogenen Jugendlichen. Seine Nachbarin Doris liebt er auch, doch auf ihrem Balkon hat er einen hustenden Mann gehört. Und dann steigt eines Morgens die Mutter Ans Meer eines der Schulkinder mit in den Bus und möchte vor ihrem nahen Tod noch einmal ihr italienisches Heimatdorf am Meer sehen. Und weil wegen aktueller Unerfreulichkeiten sowieso alles egal scheint, lässt Anton sich auf den Wunsch ein. Aus unterschiedlichen Gründen fahren auch einige der Schulkinder mit, zufällig auch die demente Frau Prenosil. Bald ist auch die Polizei auf der Spur des scheinbar samt Kindern entführten Busses, was die kleine Truppe nur noch mehr zusammenschweißt. Anflüge von Egoismus und Selbstbezogenheit gehen unter in dem gemeinsamen Projekt, Carla ans Meer zu fahren. Als am Ende noch Doris auftaucht, Anton ihre Liebe gesteht und die kleine Gruppe ihr Ziel erreicht, sind alle glücklich. Und auch die "Entführung" hat kaum negative Konsequenzen für Anton. Fazit: es lohnt sich, gelegentlich über den eigenen Schatten zu springen und dem Mitgefühl einen höheren Einfluss zu gewähren als dem Drang nach Ordnung und Bequemlichkeit. - Leichte, unproblematische Unterhaltung für viele Bestände, von Heikko Deutschmann mitreißend gelesen.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Borromäusverein.

Ans Meer

Ans Meer

René Freund. Gelesen von Heikko Deutschmann
Argon (2018)

3 CD (ca. 205 Min.)
CD

MedienNr.: 593809
ISBN 978-3-8398-1609-7
9783839816097
ca. 16,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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