Wasser genügt nicht

Johannes Kühn hat ein saarländisches Gasthaus als Inspirationsquelle für seine lyrischen Betrachtungen genutzt. Er zeichnet das Bild einer unspektakulären kleinen Welt, die zwar eigenen Regeln gehorcht, aber im ständigen Austausch Wasser genügt nicht steht mit der großen Welt draußen. Hier kehrt man ein und ist auch dann noch willkommen, wenn die Welt vor der Tür ungastlich wird. Aber wer fremd ist, verweilt auch hier nur kurz, auch diese Welt öffnet sich nur zögerlich dem Fremden. - Geradezu mitleidlos unbeteiligt werden Menschen geschildert, die aus dem Gasthaus einen Kosmos eigener Prägung machen, in dem die Bedingungen der Realität wenigstens für eine Weile aufgehoben sind. Die nüchtern-distanzierende Sprache läßt dem Leser genügend Spielraum für die eigene Reflexion. - Für ausgebautere Bestände.

Bernhard Huber

Bernhard Huber

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Wasser genügt nicht

Wasser genügt nicht

Johannes Kühn
Hanser (1997)

125 S.
fest geb.

MedienNr.: 100287
ISBN 3-446-18938-6
3446189386
ca. 13,29 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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