Der Mann, der Donnerstag war

Die beiden Dichter Syme und Gregory lernen sich in einem Vorort von London kennen. Syme nimmt als konservativ denkender Mensch das anarchistische Gehabe seines Kollegen nicht ernst. Doch Gregory führt ihn in einen Anarchistenzirkel Der Mann, der Donnerstag war ein. Dessen Generalrat besteht aus sieben Mitgliedern, die nach den Wochentagen benannt sind. Eigentlich soll Gregory zum neuen "Donnerstag" gewählt werden. Doch Syme gelingt es, sich selbst so zu präsentieren, dass er in die Führungsriege aufrückt. Gregory ist entsetzt, denn kurz zuvor hat sich Syme ihm gegenüber als Polizeidetektiv zu erkennen gegeben. Doch das ist erst der Beginn überraschender Enthüllungen. - Diese Neuausgabe des ironischen Romans Chestertons greift auf die Übersetzung Heinrich Lautensacks zurück, die 1910 erstmals erschienen ist. Die Sprache ist deshalb zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, strahlt aber auch einen gewissen nostalgischen Charme aus. Empfehlenswert.

Bernhard Huber

Bernhard Huber

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Mann, der Donnerstag war

Der Mann, der Donnerstag war

G. K. Chesterton
Wagenbach (2002)

Wagenbachs Taschenbuch ; 455
187 S.
kt.

MedienNr.: 180431
ISBN 3-8031-2455-7
3803124557
ca. 11,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: