Odinskind

Die 15-jährige Hirka lebt mit ihrem Vater in ziemlich einfachen Verhältnissen im Dorf Elveroa. Die beiden verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem nicht ganz legalen Verkauf von Arzneimitteln und anderen Substanzen. Hirka unterscheidet Odinskind sich außerdem sehr von den anderen Ymlingen, da sie, im Gegensatz zu allen anderen, keinen Schwanz hat, da sie ihn in ihrer Kindheit an einen Wolf verloren hat. Trotz dieser Entstellung schlägt sich Hirka mit ihrem querschnittsgelähmten Vater durch, bis sie alt genug ist, um zum Ritual nach Eisvaldr zu gehen, bei dem geprüft wird, ob sie genug Macht besitzt, um auf eine der Schulen des Rates zu gehen. Ihr Vater will aber lieber fliehen, als zum Ritual zu gehen. Hirka hat selbst Angst, da sie die Gabe noch nie gespürt hat, will zunächst aber trotzdem am Ritual teilnehmen. Bis ihr Vater ihr eröffnet, dass sie gar nicht seine Tochter ist, sondern er sie als kleines Kind an einem Steinkreis gefunden hat. Hirka ist also kein Ymling, sondern ein gefürchtetes Odinskind aus einer anderen Welt. Dann stirbt auch noch ihr Vater und sie entscheidet sich nach Ravnhov zu gehen, eins der wenigen Gebiete, die nicht vom Rat beherrscht werden. Sie erfährt mehr über sich selbst und findet auch immer mehr über die dunklen Seiten des Rates heraus. - Die Geschichte kommt am Anfang etwas langsam in Fahrt, baut dann aber Spannung auf, die durch immer neue Enthüllungen und Wendungen auch bis zum Ende gehalten wird. Zudem kann man sich sehr gut in Hirka hineinversetzen, was ihre Sicht auf die Welt besonders am Ende sehr nachvollziehbar macht und man stark mit ihr mitfühlt. Ein 2. Band ist bereits erschienen. - Sehr gerne empfohlen! (Übers.: Dagmar Mißfeldt u. Dagmar Lendt)

Julian Schirm

Julian Schirm

rezensiert für den Borromäusverein.

Odinskind

Odinskind

Siri Pettersen
Arctis (2018)

Die Rabenringe ; [1]
653 S.
fest geb.

MedienNr.: 595182
ISBN 978-3-03-880013-2
9783038800132
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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