Das Buch eines einsamen Menschen

Wenige gemeinsame, von Leidenschaft erfüllte Tage bringen eine junge Deutschjüdin und den chinesischen Autor in Hongkong (kurz vor der Übergabe an China) einander nahe. Margarete möchte mehr über seine chinesische Vergangenheit Das Buch eines einsamen Menschen erfahren, vergleicht den roten Terror mit der Nazizeit in Deutschland. Obwohl er mit diesem Teil seines Lebens abgeschlossen hatte, geht er auf ihren Rat ein, seine Erlebnisse aufzuschreiben. Reflektierend lässt er aus Erinnerungen das Webbild seines Lebens entstehen, immer wieder durchsetzt mit Frauennamen. Er bezeichnet sich als lüstern, aber einsam. Die Sehnsucht nach einer Frau, die ihn nicht besitzen will, bleibt unerfüllt. - Wie der Vorgänger (BP 02/440) erfordert der Roman mit seinen wechselnden Erzählebenen konzentriertes Lesen, erschließt ein unbekanntes China und ist anspruchsvollen Lesern sehr zu empfehlen. (Übers.: Natascha Vittinghoff)

Sabine Berger

Sabine Berger

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Buch eines einsamen Menschen

Das Buch eines einsamen Menschen

Gao Xingjian
S. Fischer (2004)

477 S.
fest geb.

MedienNr.: 544682
ISBN 978-3-10-024504-5
9783100245045
ca. 29,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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