Phi Phi Island

Nach anderthalb Tagen Weihnachtsferien auf Phi Phi Island brach der Tsunami über den Schriftsteller Haslinger, seine Frau Edith und die 18-jährigen Zwillinge Elias und Sophie herein - eine Katastrophe, die sie zufällig überleben, Phi Phi Island aber "ein Glück, über das keine Genugtuung aufkommt. Es bleibt vor allem eine Erinnerung an den Schrecken" (S. 8). Monate später erst beginnt Josef Haslinger einen Bericht, reist mit seiner Frau noch einmal nach Phi Phi Island. Am Beispiel der Familie und ihrer Mitbewohner im Hotel Phi Phi Princess ist ein Bericht entstanden, der aus vielen einzelnen Bildern ein detailreiches Bild der Katastrophe zeichnet. Diese konkreten Aufzeichnungen über wenige Menschen und wie sie diese Tage erlebt und auf dem Dach eines Verwaltungsgebäudes im Schatten eines Wasserspeichers überlebt haben, machen das Ausmaß der menschlichen Tragödie fassbarer als jede Statistik. - Josef Haslinger gelingt es, in sachlichem Ton Gefühle wie Panik, Verzweiflung, Ungewissheit, Schmerz und Angst, aber auch Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit zu beschreiben und so dem Leser eine Ahnung von der Tragödie zu geben. Ein sehr beeindruckendes Buch.

Sabine Schaefer-Kehnert

Sabine Schaefer-Kehnert

rezensiert für den Borromäusverein.

Phi Phi Island

Phi Phi Island

Josef Haslinger
S. Fischer (2007)

203 S.
fest geb.

MedienNr.: 555061
ISBN 978-3-10-030059-1
9783100300591
ca. 17,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Er, Bi
Diesen Titel bei der ekz kaufen.