Schiffbruch mit Tiger

Pi Patel, vor allem religiös weltoffen erzogener, weitblickender Sohn eines Zoodirektors, verlässt mit seiner Familie und einer Vielzahl an Tieren seine Heimat, um nach Toronto auszuwandern. Nach einer Explosion findet er sich mit Schiffbruch mit Tiger einer Hyäne, einem Zebra, einem Orang Utan und einem Tiger auf einem Rettungsboot wieder. Letzterer hat leichtes Spiel mit den übrigen Tieren. Aber Pi entwickelt nach erster Panik eine Überlebensstrategie für beide, die auf zoologischem Wissen, tiefem Respekt für seinen "Partner" und ungeheurem Lebenswillen basiert. Er, der Vegetarier, lernt, die mühsam dem Meer abgetrotzte Beute zu teilen, sichert sich unter Todesangst die Stellung des Alphatiers, obwohl er zeitweise erblindet und deliriert, bis er mehr tot als lebendig am Strand von New Mexico gefunden wird. Pi erzählt in der Ichform, die den Leser (auch der exzellenten Übersetzung wegen) geradezu hypnotisiert. Empfehlenswert. (Übers.: Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié)

Gabriele Kauer

Gabriele Kauer

rezensiert für den Borromäusverein.

Schiffbruch mit Tiger

Schiffbruch mit Tiger

Yann Martel
S. Fischer (2003)

381 S.
fest geb.

MedienNr.: 536763
ISBN 978-3-10-047825-2
9783100478252
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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