Jessica, 30

Jessica, 30, ist eine typische Vertreterin der Ally-MacBeal Generation: Jung, intelligent, sensibel und immer auf der Suche nach dem perfekten Job, dem perfekten Mann und ihrem Platz im Leben. Anstatt ihr sicheres Bauchgefühl und Jessica, 30 ihren kritischen Geist zu benutzen, setzt sie alle Energie dafür ein, dem Idealbild der Gesellschaft zu entsprechen, und steht sich doch immer wieder selbst im Weg, weil sie es eigentlich besser weiß. Einiges muss geschehen, bis sie den falschen Spielchen und faulen Kompromissen endlich den eigenen Trotz entgegensetzt und zur Revanche gegen Machtspiele und Perversitäten der Gesellschaft ansetzt - und bis zum Ende bleibt unklar, ob sie den großen Aufbruch auch zu Ende führen wird. Sein besonderes Interesse bezieht der Roman aus der Erzählperspektive eines fast reinen "stream of consciousness", der uns eine strikt subjektive - und gerade dadurch oft objektivere - Sicht der Ereignisse vermittelt.

Claudia Brors

Claudia Brors

rezensiert für den Borromäusverein.

Jessica, 30

Jessica, 30

Marlene Streeruwitz
S. Fischer (2004)

254 S.
fest geb.

MedienNr.: 211363
ISBN 978-3-10-074427-2
9783100744272
ca. 18,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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