Das Hohe Haus

Umrahmt von den beiden Neujahrsansprachen der Kanzlerin schildert der Autor seine Beobachtungen zu den Debatten im Deutschen Bundestag während des Jahres 2013. Stets anwesend, reflektiert er den Wert der parlamentarischen Rede angesichts Das Hohe Haus längst im Kabinett oder in den Fachausschüssen getroffener Entscheidungen, kommentiert die sich häufig in unbotmäßigen Zwischenrufen artikulierenden Rituale (gespielter) politischer Empörung, macht sich Gedanken zu Rhetorik und Stil der Beiträge und misst Inhalte an der von ihm wahrgenommenen Realität. Dazu streut er einige Betrachtungen zur Geschichte und zur Symbolik des Reichstagsgebäudes ein. Trotz eines kritischen Grundtones erlebt er auch Glanzstunden des Parlamentarismus. Dank der dem Wahljahr geschuldeten Veränderungen der Parteienlandschaft und der regierenden Koalition nutzen sich die Darstellungen im Verlauf des Jahres kaum ab. - Willemsen ist ein Wortzauberer; sprachgewandt verdichtet er seine Gedanken und bringt das Geschehen auf den Punkt. Das sehr erfolgreiche und schon mit Preisen ausgezeichnete Sachbuch wird allen KÖBs nachdrücklich empfohlen.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Hohe Haus

Das Hohe Haus

Roger Willemsen
S. Fischer (2014)

396 S.
fest geb.

MedienNr.: 397561
ISBN 978-3-10-092109-3
9783100921093
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: