Ich war im Sarkophag von Tschernobyl

Das Anliegen des in der dritten Person erzählenden und sich Pravdin nennenden ehemaligen Generalmajors des russischen Sicherheitsdienstes ist die Warnung vor den Nuklearwaffen und der Bedrohung des Planeten durch die Atomenergie. Ich war im Sarkophag von Tschernobyl Mit einer romanhaften Spionagestory beginnend, in der es um Atombomben, Raketen und die Beschattung amerikanischer Agenten geht, und von seiner geheimdienstlichen Ausbildung auch beim Einsatz in Tschernobyl nicht loslassend, schildert er die Folgen der atomaren Katastrophe, die Zerstörung und Unbewohnbarkeit der Umgebung von Tschernobyl und der Stadt Pripyat, die Arbeit der Liquidatoren, die ohne Rücksicht auf die Gesundheit zur Beseitigung der Schäden eingesetzt wurden, und den lebensgefährlichen Inspektionsgang in das Innere des Sarkophages, den er als einziger überlebte. Die Erinnerungen werden begleitet von Bildern aus dem Leben des Autors und von der Zerstörung um Tschernobyl, aber auch von kruden Verschwörungsgedanken, während über die wirklichen Ursachen geschwiegen wird. Trotz der pathetischen Anklänge und der vielen offenen Fragen erreicht das Buch zumindest, dass dem Leser die Folgen einer atomaren Katastrophe bewusst werden.

Helmut Eggl

Helmut Eggl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ich war im Sarkophag von Tschernobyl

Ich war im Sarkophag von Tschernobyl

Anatoly N. Tkachuk
Styria (2011)

Styria premium
320 S. : zahlr. Ill. (überw. farb.), graph. Darst., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 352432
ISBN 978-3-222-13337-4
9783222133374
ca. 24,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Te
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