Die Heimkehr

Peter Debauer ist ein vaterloses Kriegskind, das alleine mit seiner patenten Mutter aufwächst und in den Ferien sein Kindheitsglück bei den Schweizer Großeltern erfährt. Dort liest der Junge zufällig die Geschichte von der Heimkehr Die Heimkehr eines deutschen Kriegsgefangenen aus russischer Gefangenschaft. Aber der Schluss fehlt! Als Erwachsener holt Debauer diese Leseerinnerung ein und die Suche nach dem Ende der Geschichte und dem Autor wird zu einer Obsession, die ihn in die Arme einer geliebten Frau führt, in die Wirren der Wende in Berlin und schließlich nach Amerika. - Schlink erzählt wunderbar, in ruhigem Fluss. Am gelungensten sind die Passagen mit den verklärenden Kindheitserinnerungen des Protagonisten an seine Sommerferien. Daneben ist das Buch ein zärtlicher Liebesroman, eine Vater-Sohn-Geschichte, enthält ethische Exkurse über Gut und Böse, die Gerechtigkeit und die deutsche Vergangenheit und eine Hommage an den Odysseusmythos - ein bisschen zu viele Motive vielleicht, trotzdem sehr lesenswert.

Marion Sedelmayer

Marion Sedelmayer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Heimkehr

Die Heimkehr

Bernhard Schlink
Diogenes (2006)

374 S.
fest geb.

MedienNr.: 550557
ISBN 978-3-257-06510-7
9783257065107
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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