Goodbye Istanbul

Ece, jüngste von fünf Geschwistern und als einzige noch unverheiratet, lebt im Haus der Eltern in Istanbul und versucht seit Jahren vergeblich, die Aufnahmeprüfung an die Universität zu schaffen. Ihr Vater, verbittert nach einem Goodbye Istanbul Arbeitsunfall, macht ihr das Leben unerträglich, und ihr langjähriger Geliebter Tamer kann sich nicht von Frau und Kind trennen. Ece flieht, emigriert, beginnt scheinbar ein neues Leben in London, und beschäftigt sich doch fast ausschließlich mit dem Wunsch zu vergessen. Es wird zu ihrer Leidenschaft zu erforschen, ob Menschen gezielt Einzelnes aus dem Leben ins Vergessen versenken und anderes in der Erinnerung behalten können. Der geliebte verstorbene Großvater, der ihr mit seiner Liebe und seinen Geschichten durch Kindheit und Jugend geholfen hat und ihr mit seinem Ersparten London ermöglicht, soll mit all seinen Fabeln und Geschichten als Lebensratgeber erhalten bleiben, aber Tamer, die unglückliche Liebe, gestrichen werden. Es dauert lange, aber schließlich kommt Ece in London und in ihrem neuen Leben an, lernt, Erinnerung zu differenzieren, und dass Wanderung etwas mit Veränderung, aber nicht mit Vergessen zu tun hat. - Ein zwischen Zeiten und Welten, zwischen Realität und Fabel springender Roman, der einen ungewöhnlichen, spannenden Blick wagt auf den Schritt der Emigration. (Übers.: Antje Bauer)

Sabine Schaefer-Kehnert

Sabine Schaefer-Kehnert

rezensiert für den Borromäusverein.

Goodbye Istanbul

Goodbye Istanbul

Esmahan Aykol
Diogenes (2007)

355 S.
fest geb.

MedienNr.: 269670
ISBN 978-3-257-06569-5
9783257065695
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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