Der jüdische Messias

In Basel trifft der junge Xavier auf Awrommele, den hübschen Sohn des dortigen Rabbiners. Dieser Awrommele bringt ihm jiddisch bei, indem sie zusammen "Mein Kampf" von Adolf Hitler übersetzen. Dabei bemerkt er, dass seine sexuelle Orientierung nicht Der jüdische Messias (mehr) den Frauen gilt, sodass seine Beziehung zu Bettina ein rasches Ende findet. Gleichzeitig entdeckt er sein Interesse für den Zionismus, gibt sich als Jude aus und beschließt, dass er beschnitten werden muss. Die dilettantische Beschneidung führt zum Verlust eines Hodens und fast zu seinem Tod. Den Hoden trägt er künftig in einem Einmachglas bei sich und nennt ihn "König David". Xaviers Lebensweg führt am Ende in die Spitze der israelischen Politik und endet mit einem vernichtenden Krieg. - Eine eigenwillige, groteske, aber auch interessant zu lesende Geschichte, voll verrückter Einfälle, die jedwede politische Korrektheit ignorieren. Unerschrockene Leser mit einem Faible für absurde Geschichten werden an dem Buch Gefallen finden können. Für größere Bestände geeignet. (Übers.: Rainer Kersten)

Michael Müller

Michael Müller

rezensiert für den Borromäusverein.

Der jüdische Messias

Der jüdische Messias

Arnon Grünberg
Diogenes (2013)

637 S.
fest geb.

MedienNr.: 376622
ISBN 978-3-257-06854-2
9783257068542
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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