Findungen

Maria Popova ist im englischsprachigen Raum bekannt durch ihre Website "brainpickings.org", in der sie ihre Leserschaft an ihren umfangreichen Leseerfahrungen teilhaben lässt. In ihrem ersten Buch spürt sie den Verbindungen zwischen Findungen Wissenschaftler/-innen, Künstler/-innen und Schriftsteller/-innen nach. Sie beginnt mit Johannes Keppler, der im 17. Jh. das mittelalterliche Weltbild ins Wanken brachte. Von Kepler kommt sie zu Maria Mitchell, die mit 12 Jahren die Sonnenfinsternis von 1831 beobachtet und zur ersten weiblichen Astronomin der USA wird. Weitere Kapitel widmen sich anderen intelligenten, starken Frauen, die ihrer Zeit voraus waren und sich im frauenfeindlichen Wissenschafts- und Literaturbetrieb behaupten mussten. So rüttelte Margaret Fuller 1845 die US-amerikanische Gesellschaft auf mit ihrem anklagenden Buch "Woman in the Nineteenth Century". Popova schlägt ihren Bogen bis zur Meeresbiologin Rachel Carson, deren bahnbrechendes Buch "The Sea Around Us" von 1952 maßgeblich zur Entstehung der Umweltbewegung beigetragen hat. - Über 800 Seiten, eine Fülle an Namen und Daten, und doch kann man sich beim Blättern leicht festlesen. Eher für größere Bestände geeignet.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Findungen

Findungen

Maria Popova ; aus dem Englischen von Stefanie Schäfer [und zwei weiteren]
Diogenes (2020)

886 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 601203
ISBN 978-3-257-07127-6
9783257071276
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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