Das herzensgute Schwein

Anfang der 90er Jahre liegt Sy Montgomerys Vater im Sterben, als einzige Tochter ist sie untröstlich. Die Naturforscherin wohnt zusammen mit ihrem Mann Howard in einem alten Bauernhaus in New Hampshire. Da Howard weiß, welche Freude Das herzensgute Schwein seine Frau an Tieren hat, nehmen die beiden ein verkümmertes kleines Schwein bei sich auf. Sie nennen es Christopher Hogwood, nach einem britischen Dirigenten. Nicht nur Sy, sondern das ganze Dorf fängt an, sich in das Schwein zu verlieben. Eine geschiedene Frau mit zwei kleinen Mädchen zieht in die Nachbarschaft. Durch die Beschäftigung mit Christopher findet die Familie ihre Lebensfreude zurück. Ein krebskrankes Kind kann während der Besuche auf dem Bauernhof seine Krankheit für ein paar Stunden vergessen. - Was sich manchmal fast wie ein Märchen liest, ist der literarische Bericht einer Naturforscherin, die schon als Kind lieber ein Tier als ein Mensch gewesen wäre. Montgomery erzählt von der Mythologie der Schweine, von ihrem Vorkommen auf der ganzen Welt und von den Jahreszeiten auf ihrem Bauernhof. Ihr nach dem ungeahnten Erfolg von "Rendezvous mit einem Oktopus" (nicht bespr.) wieder aufgelegtes Buch ist eine weitere (zul. "Vom magischen Leuchten des Glühwürmchens bei Mitternacht", BP/mp 19/994) kluge, humorvolle und warmherzige Auseinandersetzung mit der Tierwelt. Sie weitet den Horizont, sodass nach der Lektüre ein neuer, anderer Blick auf die Schöpfung möglich ist. Allen Beständen empfohlen.

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Das herzensgute Schwein

Das herzensgute Schwein

Sy Montgomery ; aus dem Amerikanischen von Melusine Stern
Diogenes (2020)

261 Seiten
kt.

MedienNr.: 600493
ISBN 978-3-257-24532-5
9783257245325
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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