Femme fatale

Das Périgord im Südwesten Frankreichs könnte so schön sein, wenn der beschauliche Alltag von Bruno, dem örtlichen Chef de police, nicht immer wieder durch Morde gestört würde. Anstatt kulinarischer Abenteuer beschäftigt ihn Femme fatale und die ganze Dorfgemeinschaft eine nackte Tote, die auf einem Kahn den Fluss herab treibt. Schnell kommt der Verdacht nach einem Verbrechen von Satanisten auf, die die nahegelegenen Höhlen für allerhand Obskures nutzen. Außerdem versetzen Immobilienspekulanten, die es gerade auf Saint Denis absehen haben und dort eine große Tourismusanlage bauen wollen, die Menschen in Aufruhr. Auch sein nicht immer einfaches Verhältnis zu seinen (mehreren!) Frauen, macht Bruno zu schaffen, denn er mag sich weder festlegen noch binden. Im fünften Fall der Reihe um Bruno (zuletzt: Delikatessen - BP/mp 13/204) kommen allerdings auch weniger schöne Szenen aus der Vergangenheit des Politzisten zutage - in den neunziger Jahren war er im ehemaligen Jugoslawien stationiert und ist noch immer von den Kriegswirren des Balkans traumatisiert. Wieder einmal schafft es Martin Walker das "Böse" ins Idyll des Perigords zu bringen und damit hervorragend zu unterhalten. Dieser Fall ist im Vergleich zu früheren etwas gemächlicher, was dem Hörgenuss aber keinen Abbruch tut. Die sehr gelungene und ungekürzte Lesung von Johannes Steck kann in jeder Bücherei sehr gut neben / statt der Romanvorlage angeboten werden.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Femme fatale

Femme fatale

Martin Walker. Gelesen von Johannes Steck
Diogenes (2013)

Diogenes Hörbuch
8 CD (ca. 637 Min.)
CD

MedienNr.: 376626
ISBN 978-3-257-80109-5
9783257801095
ca. 29,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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