Der Hund, der sein Bellen verlor

Hund, wie der Welpe vom "lauten Mann" genannt wird, macht so schlechte Erfahrungen mit Menschen, dass er sein Bellen verlernt. Bis Patrick sich ihn im Tierheim aussucht. Nun bekommt er auch einen Namen: Oz. Geduldig versucht Der Hund, der sein Bellen verlor Patrick, Oz das Bellen wieder beizubringen. Mit Hilfe seines Opas, der Musik und seiner Mutter schafft er es, dass Oz wieder Zutrauen zu sich und anderen hat. Aber dann erfährt Patrick, dass sein Papa die Familie verlassen will und Patrick ist der Überzeugung, wenn er Oz wieder weggibt, kommt sein Vater zurück. Nun ist es an Oz, geduldig mit Patrick zu sein. - Die aus zwei Perspektiven erzählte Geschichte kann in den ersten beiden Kapiteln (als Oz negative Erfahrungen mit den Menschen macht) für jüngere Kinder durchaus verstörend sein. Gerade die hier verwendete Sicht des Hundes macht das Erlebte noch eindringlicher. Danach entwickelt sich die Geschichte aber zu einer wunderbaren Freundschaftsgeschichte, in der die Musik eine große Rolle spielt. Wobei hier keine heile Welt vorgespielt wird. Die Trennung der Eltern, die der Mutter sehr zu schaffen macht und die Auswirkungen auf Patrick nehmen großen Raum ein. Der Wechsel der Perspektiven macht das Gelesene greifbarer und realistischer, die Lesenden können sich in beide Protagonisten einfühlen und die Gefühle nachempfinden. Die mehr als nur gelungen Bleistiftzeichnungen verdeutlichen das Gelesene und unterstützen dadurch die Handlung. - Für alle Büchereien zu empfehlen!

Angela Hagen

Angela Hagen

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Hund, der sein Bellen verlor

Der Hund, der sein Bellen verlor

Eoin Colfer. Ill. von P.J. Lynch
Orell Füssli Kinderbuch (2019)

139 S. : zahlr. Ill.
fest geb.

MedienNr.: 599125
ISBN 978-3-280-03577-1
9783280035771
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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