Schockfrost

Die Schweizer Psychiaterin Sarah Martens glaubt, ihren stressigen Alltag im Griff zu haben: den anstrengenden Beruf, den pubertierenden Sohn, die Wochenenden mit der schwerstbehinderten Schwester und ihren neuen Lebensgefährten. Da Schockfrost schickt ihr der Exmann, ebenfalls Psychiater, einen paranoiden Patienten, der sich immer wieder von Unbekannten bedroht fühlt. Kaum hat die Ärztin ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufgebaut, will er sie davon überzeugen, dass auch sie in Lebensgefahr sei. Eine Variante seiner Wahnvorstellungen? Zugleich häufen sich jedoch unerklärliche Ereignisse in ihrem Leben. Martens denkt an Machenschaften ihres Exmannes, findet aber bei ihrem Patienten das Tagebuch einer ebenfalls klinisch behandelten Frau, die später Selbstmord beging. Ihr Tod ist der Auslöser all der verstörenden Ereignisse. - In dem irritierenden Umfeld schwankt die Protagonistin. Soll sie den Schilderungen des Patienten Glauben schenken? Sie wird immer unsicherer, was Realität ist, was nur Produkt ihrer Fantasie und Ängste. Kurz vor ihrem Zusammenbruch kommt sie dem Rätsel auf die Spur. Rationales Denken kontra unerklärliche Ereignisse ist das Kernthema des Buches, ein Dilemma, das die Autorinnen plausibel - auch in der Person des Täters - aufklären. Für Leser/innen von Psychothrillern.

Pauline Lindner

Pauline Lindner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Schockfrost

Schockfrost

Mitra Devi ; Petra Ivanov
Unionsverl. (2017)

318 S.
kt.

MedienNr.: 865487
ISBN 978-3-293-00523-5
9783293005235
ca. 19,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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