Kalte Monde

Zum vierten Mal konfrontiert der österreichische Autor Manfred Wieninger seine Leser mit einem Fall in Harland, einer fiktiven österreichischen Landeshauptstadt in der Nähe Wiens (gemeint ist wohl St. Pölten). Der unter dubiosen Kalte Monde Umständen aus dem Polizeidienst ausgeschiedene Privatdetektiv Marek Miert gerät wieder einmal in dunkle Machenschaften. Diesmal geht es um Verschwörung, Intrigen und Postenschacher bei Behörden und Parteien. Mehrere Fälle werden so ineinander verwoben: Politiker, die Anschläge auf sich selbst inszenieren, eine verschwundene Katze, die ein Millionenerbe garantiert, Missstände in einem Altenheim. Schließlich geschieht im letzten Drittel des Romans doch noch der erwartete Mord im Milieu, von den Polizeibehörden gleich Ausländern in die Schuhe geschoben. Mit der Aufklärung all dieser Fälle wird der Leser ein wenig im Stich gelassen. Doch das ist alles nicht so wichtig. Eigentlich geht es Wieninger mehr darum, zu granteln und zu allem und jedem einen deftigen Kommentar zu geben, als um einen spannenden Krimi. Für den Leser ergibt dies dennoch eine gelungene Mischung.

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Kalte Monde

Kalte Monde

Manfred Wieninger
Unionsverl. (2008)

Unionsverlag-Taschenbuch ; 408 : metro
250 S.
kt.

MedienNr.: 291109
ISBN 978-3-293-20408-9
9783293204089
ca. 8,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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