Phantomschmerzen

Seinen letzten Einsatz musste Simon Seraillier beinahe mit dem Leben bezahlen. Die Ärzte, unter ihnen seine Schwester Cat, konnten ihn retten, nicht aber den Verlust seines rechten Armes verhindern. Zur Rekonvaleszenz von Körper Phantomschmerzen und Seele zieht sich der sympathische Chief Inspector auf die schottische Insel Taransay zurück. In der rauen Einsamkeit will er sich darüber klarwerden, ob und wie er seinen geliebten Beruf weiter ausüben kann. Doch auch hier holen ihn die Verbrechen ein. Eine junge Transfrau, die Simon kurz zuvor kennengelernt hatte, wird ermordet, und die örtliche Polizei bittet um seine Mithilfe. Nachdem sein Ermittlerinstinkt wiederbelebt worden ist, kehrt er in seine Heimatstadt Lafferton zurück, wo er sich zur Wiedereingliederung mit der erneuten Aufnahme eines ungeklärten Verbrechens beschäftigt. Susan Hill schreibt Kriminalromane im klassisch-britischen Stil und muss in einem Atemzug mit Martha Grimes, P. D. James und Ruth Rendell genannt werden. Die ersten vier Bände der Seraillier-Serie erschienen 2007 bis 2010 im Droemer-Verlag. Wer diese gelesen hat, wird am aktuellen Fall deutlich mehr Freude haben, denn die wichtigsten handelnden Personen und die komplizierten Familien- und Lebensumstände des Protagonisten werden nicht mehr explizit dargelegt. Trotzdem bietet der Krimi intelligente, wohlformulierte Spannung und man darf sich auf weitere Fälle freuen. Für alle Büchereien.

Susanne Steufmehl

Susanne Steufmehl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Phantomschmerzen

Phantomschmerzen

Susan Hill ; aus dem Englischen von Susanne Aeckerle und [einer weiteren]
Kampa (2020)

377 Seiten
kt.

MedienNr.: 946360
ISBN 978-3-311-12014-8
9783311120148
ca. 16,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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