Die Schokoladenvilla

Im Januar 1903 in Stuttgart hat noch die alte Ordnung zwischen Arm und Reich Bestand. In den Herrschaftshäusern befehligt die Oberschicht ihre Bediensteten, bei denen sich jedoch vereinzelt bereits revolutionäre Gedanken ausbreiten. Die Schokoladenvilla Julia Rothmann lebt mit dem Vater und ihren kleinen Zwillingsbrüdern in der Villa ihrer Familie und interessiert sich sehr für die hauseigene Schokoladenfabrik. Die Mutter, die Julia in ihrem Wunsch nach Ausbildung unterstützt, ist wegen eines Nervenleidens seit Längerem zur Kur am Gardasee. Derweil hat Vater Rothmann anderes im Sinn. Um die Fabrik zu retten, soll Julia mit dem Bankierssohn Albrecht verheiratet werden. Julia ist aber heimlich in dessen Freund Max verliebt und lässt sich von ihm verführen. Und dann ist da noch Victor, der nach seiner Haftentlassung versucht, in Stuttgart Fuß zu fassen und in der Schokoladenfabrik Arbeit findet. Dort begegnet ihm Julia; zwischen den beiden entsteht tiefe Zuneigung. Zwischenzeitlich lernt die Mutter durch Zufall Max kennen und lieben, der sich auf einer Italienreise befindet. - Dramatische Verwicklungen sind hier vorauszusehen und in Stuttgart wird Victor von seiner Vergangenheit eingeholt. - Dieser bewegende und spannungsreiche erste Teil der Familiensaga um die Fabrikantenfamilie Rothmann enthält alles, was eine fesselnde Lektüre braucht, um ein Ausleihrenner zu werden und macht neugierig auf die Bände 2 und 3.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Schokoladenvilla

Die Schokoladenvilla

Maria Nikolai
Penguin-Verl. (2018)

Penguin Taschenbuch ; 10322
652 S.
kt.

MedienNr.: 595778
ISBN 978-3-328-10322-6
9783328103226
ca. 10,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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